Zahlen und Fakten zu den Besitzverhältnissen an der KGaA

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    • Zahlen und Fakten zu den Besitzverhältnissen an der KGaA

      Unser Erklärbär harie war so freundlich, ein paar Zahlen zum »Investoreneinstieg« 2011 zusammenzutragen. Damit man diese bei der Hand hat, bin ich so frei, den Beitrag (aus dem 'Geschäftsführer-Wunschkonzert', Antwort an HHeinz, habe mir erlaubt, Hervorhebungen zu tätigen) hier zu zitieren. Ich hoffe, das passt so.

      harie schrieb:

      ... Der eigentliche Kaufpreis waren 11,5 mio Euro für 2.498.020 Stck Stammaktien ( = 49 % der stimmberechtigten Anteile) zum Stückpreis von 4,64 Euro.

      Aus diesen rund 11,5 mio Euro sollten 6 mio Euro für die Tilgung der Schulden (nach 50% Forderungsverzicht) und 5,5 mio für die Finanzierung des Spielbetriebs 11/12 verwendet werden.

      Daraus wurden dann noch während der Verhandlungen 13 mio Euro um die sofortige Insolvenz im April 2011 abzuwenden. Dafür wurden weiter 1,5 mio Aktien zum Stückpreis von 1 Euro ausgegeben. Diesmal als Vorzugsaktien, weil diese nicht stimmberechtigt sind, und somit die 50+1 Regel weiterhin eingehalten wird. Faktisch aber gehörten damit 60% der KGaA der HAM International Limited in Dubai

      Weiterhin wurde die Lizenz 11/12 mit der Auflage erteilt zusätzliche Liquidität über 5 mio Euro nachzuweisen, weil der Schäfer die vom Schneider geschönten Lizenzierungsunterlagen eigenmächtig korrigiert hatte. Das waren dann die berühmten 5 mio aus denen die Presse einen Gesamtkaufpreis von 18 mio für 49% der Anteile machte. Jedoch ist die Sache so, dass diese 5 mio als Bankbürgschaft oder in bar auf ein Konto bei der DFL zu leisten sind. Meines Wissens wurde die zweite Alternative gefordert.

      Und so wurden diese 5 mio Euro hinterlegt und, selbstverständlich gegen alle Erwartungen, auch verbraucht.
      Somit wurde daraus ein Darlehen in Höhe von 5 mio Euro, welche natürlich gegen alle Erwartungen nicht zurückgezahlt werden konnte und im Herbst 2012 in Genussrechte zugunsten der HAM International Limited in Dubai umgewandelt wurde. Hierbei ist anzumerken, dass Genussrechte auch dazu dienen können sich Umtauschrechte in Aktien zu sichern.

      Je nach Festlegung einer solchen Option und Stückpreis gehören der HAM International Ltd also bereits jetzt weit mehr als nur diese 60% der KGaA.


      Du wie Du sicher festgestellt hast, tauchen hierbei nirgends die Fanartikel GmbH (jetzt Merchandising GmbH) oder die Vermarktung auf.

      Ganz einfach HHeinz, diese Teile sind da also noch gar nicht mit enthalten. Die Vermarktung wurde bereits unter Auer an die IMG verkauft bzw. gegen eine Einmalzahlung vom 3 mio Euro und folgende Garantiezahlungen von 5 mio/Saison gewissermaßen verleast und von der HI² International GmbH direkt von dieser übernommen.

      Die Fanartikel GmbH, welche Iraki und Ismaik schon von Beginn an haben wollten, wurde dann, wie kann es auch anders sein, aus Mangel an finanziellen Mitteln ebenfalls an die HI² International GmbH verkauft. Dazu wurde der Gewinnabführungsvertrag mit der KGaA zum 30.06.2012 aufgehoben und die Fanartikel GmbH wurde im Oktober 2012 in Merchandising GmbH umbenannt.

      'Verkauft' stimmt aber auch hier nicht zu 100%. Denn es wurde ähnlich wie bei der Vermarktung ein einmaliger Betrag von 1 mio Euro Kaufpreis bezahlt.

      Dies Million ist aber kein Kaufpreis für die GmbH, sondern kommt einer Leihgebühr oder dem Kaufpreis einer temporären Lizenz gleich. Laufzeit 10 Jahre mit der Vereinbarung, dass der Gewinn nicht komplett an Ismaik fließt, sondern nur bis zur Höhe von 120.000 Euro. Was darüber hinaus geht geht 50:50 an Ismaik und die KGaA.

      Ich hoffe dass hier ein paar Unklarheiten beseitigt werden konnten.


      Was Zahlungen von Sky betrifft, so richten sich diese ausschließlich an die DFL und nicht an die KGaA. ... Was davon bei 60 ankommt richtet sich nach der Platzierung und dem anzuwendenden Verteilungsschlüssel.

      Mitgliedsbeiträge gehören dem e.V. haben bei der KGaA gar nichts verloren.

      Wie Du schon richtig erkannt hast, haben wir aktuell bei Ismaik ebenso viele Schulden wie zuvor bei verschiedenen Gläubigern zusammen.
      - Stand derzeit ca. 15,5 mio Euro (abzgl. der 5 mio in Genussrechte noch 9 mio)
      - Dazu 1 mio Euro für Fanartikel GmbH + 25% Gewinnanteil bei mehr als 120.000 Euro
      Sind 15 mio Euro innerhalb von 3 Jahren, also durchschnittlich 5 mio Euro/Saison.


      Es gibt also tatsächlich niemanden, der aktuell mehr in die KGaA investiert als die HAM International Ltd.

      Und für alle ausbleibenden Einnahmen aus Spielbetrieb und Vermarktung (eigene und DFL) gibt's außer der HAM International Ltd auch niemanden der Willens wäre, den erforderlichen Ausgleich zu schaffen.

      Wie Du allerdings darauf kommst, die HAM International Ltd. würde daraus in allen anderen gegenüber unberechtigter Weise Eigentumsrechte ableiten, erschließt sich mir nicht.

      Die HAM International Ltd ist faktischer Eigentümer der KGaA mit mind. 60% + Genussrechte


      Dazu noch ein paar Anmerkungen:

      1. Im Dezember 2013 hat Ismaik Irakis Anteile an HI² aufgekauft (ist jetzt alleiniger Eigentümer der Vermarktungs-Firma) und Noor Basha als Geschäftsführer der HI² eingesetzt.

      2. Hasan Ismaik ist Geschäftsführer und Miteigentümer der H.A.M. Ltd Dubai. Die Firma hat ihren Sitz bei einer Anwaltskanzlei (Al Tamimi & Co - ist dort gebräuchlich und hat mit einer Briefkastenfirma nach Liechtensteiner Art nichts zu tun). Die Adresse gehört nicht zu einer Freihandelszone, so dass bisher 51 Prozent des Eigentums durch (einen / mehrere) Bürger der Emirate gehalten werden mussten - Ismaik ist verfügbaren Informationen nach jordanischer Staatsbürger. Dies soll sich zum Jahresende ändern - die Emirate wollen die Eigentumsrechte komplett freigeben (was nochmals Geld ins Land spülen wird). Vielleicht ist das ein Aspekt des ganzen Geschäfts, den noch niemand bedacht hat --- Quelle: zawya.com

      3. Zu den Zuschauereinnahmen: Ziffzer nannte mal 12 Euro irgendwas Gewinn pro Karte. Rechnen wir 15 nach Erhöhung der Eintrittspreise, Schnitt 20000 und 17 Heimspiele, dann sind wir bei 4 Millionen Euro - harie ging von etwas über 5 Mio aus, dahingehend muss man sein Planspiel ein wenig korrigieren.


      Was bei den wenig elaboriert veröffentlichten Bilanzen auffällt - Kader und Arena kosten insgesamt etwa 10 Mio, die Gesamtausgaben betragen etwas über 20 Mio. Das ist schon ein Differenzbetrag, den man hinterfragen kann.


      _________


      Ich habe diesen Fred hier aufgemacht, um Informationen zu sammeln bezüglich der Frage, wem unsere Fußball-KGaA gehört usw.


      Ich bitte, hier Fakten beizusteuern, auch Gerüchte (jeweils kennzeichnen wäre gut) - und nicht totlabern, damit man die Zahlen schnell wieder findet.


      Schön wäre natürlich, wenn sich Herr Ismaik hier einklinkt ...



      I'd highly appreciate Mr. Ismaik to join this discussion --- (Futter für die Suchmaschine)


      .
    • pommery brut schrieb:

      ... 1. Im Dezember 2013 hat Ismaik Irakis Anteile an HI² aufgekauft (ist jetzt alleiniger Eigentümer der Vermarktungs-Firma) und Noor Basha als Geschäftsführer der HI² eingesetzt.


      Entschuldige bitte die Dipferlsch..., aber diese Aussage in diesem sehr sinnvollen Fakten-Fred ist m.E. nicht ganz richtig. Wir erinnern uns:

      Liste der Gesellschafter der H.I. Squared International GmbH
      mit dem Sitz in München (81547 München, Grünwalder Straße 114)

      Gesellschafter

      1. Hamada Mohammed Modar Iraki, geboren am 01.05.1972, Orffstraße 29, 80637 München - Geschäftsanteile in Euro 11.250,00

      2. Hasan A. Moh'd Ismaik geboren am 14.08.1977, Abu Dhabi/VAE, PO Box 111117 – Geschäftsanteile in Euro 11.250,00

      3. Herrn Mohamed Ahmed Badawy Al-Husseiny, geboren am 06.10.1962, Abu Dhabi/UAE, PO Box 107888, Al Yasat complex Villa 42, Karama Street 24, – Geschäftsanteile in Euro 2.500,00

      Summe – Geschäftsanteile in Euro 25.000,00


      Über Herrn Al-Husseiny berichtete u.a. der Spiegel.

      Schattenmann aus Abu Dhabi
      IN TREUE FEST

      GRÜNWALDER STADION
    • sagax schrieb:

      ... Entschuldige bitte die Dipferlsch..., aber diese Aussage in diesem sehr sinnvollen Fakten-Fred ist m.E. nicht ganz richtig ...

      Stimmt, das hatte ich kritiklos der Presse entnommen. Al-Husseini (es gibt zu den Namen praktisch immer unterschiedliche Schreibweisen) hat wohl noch 10 Prozent der HI² - und zwar selbst, nicht für seine Firma.

      Al-Husseini ist Geschäftsführer (CEO) der Aabar Investment, einer Tochter des IPIC-Konzerns, der dem Staat Abu Dhabi gehört, Direktor von Aabar ist 'His Excellence' Khadem Abdullah al-Qubaisi; der Titel lässt auf direkte Verbindung zur Herrscher-Familie schließen und ist mit 'Prinz von Anhalt' usw. nicht zu vergleichen.

      IPIC gehören weltweit Anteile an fast allem, u.a. den OMV-Tankstellen (also nicht nur 'premium brands') und der Unicredit-Bank.

      Aabar Investment hält 20 % an Arabtec Holding, einer der Firmen, bei der Ismaik Geschäftsführer und/oder Direktor ist.

      Zitat aus dem Link:

      • Hasan Abdullah Ismaik is the Managing Director & CEO of Arabtec Holding [...] and Chairman of Arabtec Construction since 2012. [...]

        Arabtec is a regional leader in construction with over 42,000 employees. [...]

        As the founder and Chairman of Abu Dhabi-based HAMG Group, which includes Marya Development and Real Estate Investment, Marya Investments and HAMG General Trading, Ismaik is also Chairman of Al-Ashmal Real-Estate Investment Co. in Jordan, and Hirmas Investments Group. He heads a diversified investment portfolio that spans several sectors, including energy, real estate, construction, transportation, and architectural design services. [...]

        He sits on the boards of various prominent UAE private companies. He is also the Chairman of the German sports club TSV Mϋnchen von 1860 GmbH & Co. KGaA [...]



      Die von Ismaik gegründete HAMG group ist also die 'Mama' der Tochter 'HAM Ltd' und damit der TSV-KGaA.

      Dass Ismaik 'Chairman of [...] TSV Mϋnchen von 1860 GmbH & Co. KGaA' ist, war mir bis vor ein paar Minuten neu - mag sein, dass das mit dem kürzlichen Geldfluss zu tun hat. Die TSV-HP meint dazu: 'Aufsichtsrat / Beirat ... wird neu konstituiert'. Hört man dazu was vom Motörgerd? Nein.


      Warum interessiert mich der Scheiß eigentlich überhaupt noch? Gründe? Nein.


      .
    • pommery brut schrieb:



      Dass Ismaik 'Chairman of [...] TSV Mϋnchen von 1860 GmbH & Co. KGaA' ist, war mir bis vor ein paar Minuten neu - mag sein, dass das mit dem kürzlichen Geldfluss zu tun hat. Die TSV-HP meint dazu: 'Aufsichtsrat / Beirat ... wird neu konstituiert'. Hört man dazu was vom Motörgerd? Nein.


      Beirat der GF-GmbH:

      Gerhard Mayerhofer
      Karl-Christian Bay
      Hasan Abdullah Mohamed Ismaik
      Wassel Issa Ayoub Al Fakhoury

      Aber pssst. Das geht Dich nix an wenn Du kein Mitglied bist!!!
    • Ich habe aus dem Geschäftsbericht 2011/2012 (einsehbar unter bundesanzeiger.de) noch ein paar Daten zusammengefasst.

      Fanartikel GmbH

      Weiterhin sind im Finanzanlagevermögen auch TEUR 110 aus der 100 %-Beteiligung an der TSV München von 1860 Fan Artikel der Fußball-Lizenzspielerabteilung GmbH enthalten. Die Anteile wurden am 11. Januar 2012 mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Juli 2011 veräußert, fallen jedoch spätestens nach 20 Jahren unentgeltlich zurück an die Gesellschaft. Dementsprechend handelt sich um ein sogenanntes echtes Pensionsgeschäft, was dazu führt, dass der Beteiligungswert weiterhin bei der TSV München von 1860 GmbH & Co KGaA ausgewiesen wird.

      Darlehen

      Am 11. Januar und am 20. Mai 2012 wurden weitere Darlehensverträge mit HAM International Limited über TEUR 1.350 und TEUR 4.510 unter Rangrücktritt vereinbart und ausgezahlt. Beide Darlehen werden mit 5% p.a. verzinst und dienten zur Deckung des laufenden Spielbetriebs im Rahmen der Lizenzierung für die 2. Saisonhälfte 2011/2012 und die neue Saison 2012/2013.

      Darlehen

      Am 26. Oktober 2012 wurde das bereits bestehende langfristige zinslose Darlehen mit HAM International Limited in Höhe von EUR 5,4 Mio. in Genussrechte umgewandelt.

      Darlehen

      Des Weiteren wurde am 24. Oktober 2012 ein verzinslicher Darlehensvertrag in Höhe von EUR 3,5 Mio., der mit einer Rangrücktrittsklausel versehen ist, vereinbart und ausgezahlt.

      Ausblick

      Die Gesellschaft plant unter den oben genannten Prämissen für die Spielzeit 2012/13 mit einem Verlust in Höhe von EUR 5,6 Mio. Ab dem Geschäftsjahr 2013/14 sollen planmäßig operativ ausgeglichene Ergebnisse erzielt werden.


      Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter zum 30.06.2012
      Gesamt:11.381
      < 1 Jahr: 66
      1-5 Jahre: 5.915
      > 5 Jahre: 5.400 (das sind wohl die Genussrechte).

      Nicht alles befasst sich mit den KGaA Besitzverhältnissen wobei ja die Vermutung im Raum steht dass Darlehen (oder Teile davon) evtl. mit weiteren KGaA Anteilen abgesichert wurden.
    • St.Agostino schrieb:

      ... Den Charman übersetze ich mit Aufsichtsratvorsitzender ...

      Das wäre 'chairman of the board' - allerdings muss das bei so einer Kurzvorstellung nicht soooo genau sein.

      Interessant, wo die ihr Kapital großflächig hinverstreuen - nach der Devise »überall dabei sein«, vornehmlich im Bereich Öl, Kunststoff, Immobilien, Banken, Sport. Es geht anscheinend darum, nach den goldenen Öl-Förderzeiten weiter »global player« zu bleiben. Die paar Millionen für den TSV sind für die Leute eher Kleinsummen, die nicht unbedingt Rendite bringen müssen - da plärren die Anleger nicht nach sofortigem Ertrag, das kann man sich hierzulande nur schwer vorstellen.


      _____

      harie schrieb:

      ... Aber pssst. Das geht Dich nix an wenn Du kein Mitglied bist!!!

      Du hast wohl die NSA-Files angezapft und festgestellt, dass es beim TSV kein Mitglied namens 'Pommery' gibt ... abgesehen davon reden wir eh über die KGaA, und die geht nach dieser Logik eigentlich fast nur noch Ismaik und seine Mitgesellschafter der HAM Ltd etwas an.

      'Beirat' wäre lt. Lexikon 'advisory board'


      _____

      HHeinz schrieb:

      Ich habe aus dem Geschäftsbericht 2011/2012 (einsehbar unter bundesanzeiger.de) noch ein paar Daten zusammengefasst....

      fein!

      HHeinz schrieb:

      ... wobei ja die Vermutung im Raum steht dass Darlehen (oder Teile davon) evtl. mit weiteren KGaA Anteilen abgesichert wurden.

      Zumindest in Form von Optionen als Sicherheit ist davon auszugehen. Wirklich interessant werden die realen Besitzverhältnisse dann, wenn die 50-%-plus-1-Regel irgendwann fällt. Dann ist der Verein samt Vip-Lounge und Präsidium bestenfalls noch Deko ...



      .

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von pommery brut () aus folgendem Grund: Antwort auf HHeinz angefügt

    • pommery brut schrieb:


      harie schrieb:

      ... Aber pssst. Das geht Dich nix an wenn Du kein Mitglied bist!!!

      Du hast wohl die NSA-Files angezapft und festgestellt, dass es beim TSV kein Mitglied namens 'Pommery' gibt ... abgesehen davon reden wir eh über die KGaA, und die geht nach dieser Logik eigentlich fast nur noch Ismaik und seine Mitgesellschafter der HAM Ltd etwas an.


      Falsch. Wir reden beim Beirat nicht über die KGaA sondern die GF-GmbH, und die gehört zu 100% dem e.V.
      Also ist das sehr wohl eine Sache die die Mitglieder betrifft, und zwar ausschließlich.
    • harie schrieb:

      .. Wir reden beim Beirat nicht über die KGaA sondern die GF-GmbH, und die gehört zu 100% dem e.V. ...

      Ok, stimmt, der Beirat ist sozusagen das Äquivalent eines Aufsichtsrates für die geschäftsführende GmbH, und die gehört rechtlich zu 100 % de, e.V. - und trotzdem sitzt neben dem e.V.-Vorsitzenden und einem beauftragten Rechtsanwalt die Investoren-Seite mit zwei Vertretern, also zu 50 %, drin.

      Womit ich sagen will, dass die vermeintlich 'geniale' Trennung von e.V. als Entscheidungsträger und Investor einfach nicht funktionieren kann, und daran ändert auch das Konstrukt 'GmbH & Co KGaA' nichts. Auch die 50-%-plus-1-Regel der DFL ist das bedruckte Papier nicht wert, so lange ein Verein (wie der TSV) ohne ständige Zuwendungen des Investors nicht überlebensfähig ist. Ich gehe davon aus, dass sich Schneider und Schäfer über diese Tatsache im Klaren waren, als der Anteilsverkauf über die Bühne ging.