Angepinnt Stadiondiskussion beendet! Endlich wieder dahoam!



  • Der Wildpark ist eh schon seit etlichen Jahren längst überfällig, dass da mal was gemacht wird.
    In dem Stadion hab ich einen meiner schwärzesten Tage als Löwe erlebt, 2-7 verloren und abgestiegen, ganz ganz übler Tag :-((

    Bei uns ist das Thema "Neubau" mittlerweile eh wieder eingeschlafen, war wohl doch alles nur heisse Luft.
    Immerhin gibts jetzt einen neuen Container-Komplex, is ja fast wie ein neues Stadion ;-)
    Die Zukunft war früher auch besser (Karl Valentin)
  • "Weil der FC Bayern in der Tat nicht uninteressiert war, dass wir am Leben bleiben", sagt Ziffzer. "Natürlich hatten sie ein Interesse, dass da ein Verein weiter in der Arena spielt."

    Schöner Satz, aber leider begründet Ziffzer diese Behauptung nicht näher. Warum hatte der FC Bayern an uns ein Interesse? Hätten Sie, wenn wir in das Grünwalder Stadion zurückgegangen wären, EU-Gelder oder andere Steuerprivilegien erstatten müssen? Klingt alles irgendwie weichgespült und zurechtgelegt.
    Mir gefällt dieses Ziffzer-Interview von vorne bis hinten nicht und scheinbar ist er mit seinem eingefädelten Deal aus dem Jahr 2006 auch noch zufrieden.

    Was aus diesem Artikel jedoch sehr deutlich hervorgeht, ist, dass Ziffzer nie ein Löwe war und die Anderen uns gnadenlos über den Tisch gezogen haben. Die Anderen wußten, dass dieser Deal uns nur sehr schwer wieder hochkommen lässt. Deshalb taten sie es doch.
    Ich schäumte damals vor Wut, dass der FC Bayern, allen voran Hoeneß, als Retter von 1860 München in den Medien gepriesen wurde. Nur die Sueddeutsche merkte an, dass dieser Deal des FC Bayern dessen zweitbeste Entscheidung nach der Verpflichtung von Gerd Müller sei, weil sie für ein Linsengericht die Allianz Arena auf einem silbernen Tablett präsentiert bekommen haben.
    „Mit Ayre wollen wir einerseits ein neues Kapitel aufschlagen, andererseits mit ihm alles Menschenmögliche unternehmen, damit der TSV 1860 eines Tages wieder im allseits geliebten Grünwalder Stadion spielen darf."
    Hasan Ismaik, Facebook, April 2017
  • WBS-Torwart a.D. schrieb:

    "Weil der FC Bayern in der Tat nicht uninteressiert war, dass wir am Leben bleiben", sagt Ziffzer. "Natürlich hatten sie ein Interesse, dass da ein Verein weiter in der Arena spielt."

    Schöner Satz, aber leider begründet Ziffzer diese Behauptung nicht näher. Warum hatte der FC Bayern an uns ein Interesse?
    Das geht doch aus dem Waggerhauser-Interview in der SZ eindeutig hervor:

    Waggershauser stellt behauptet zunächst, dass ohne Sechzig der FC Bäh heute noch im Olympiastadion spielen würde und begründet das wie folgt:


    "Weil nach EU-Recht die Stadt und der Freistaat 200 Millionen
    Euro direkte Subvention für Infrastruktur gezahlt haben, sodass dort bis vor
    Kurzem zwingend zwei verschiedene Vereine spielen mussten. Das Grundstück wurde
    auch vergünstigt hergegeben, weil nicht nur ein Klub davon profitierte."



    Somit haben die Bayern 11,3 MIllionen gezahlt, um für sich 200 Millionen + x zu retten. Und dann behauptet Ziffzer allen Ernstes, er habe das Maximum für Sechzig herausgeholt.


    (Ich finde es ja eh bemerkenswert, dass Ziffzer meint, etwas klar stellen zu müssen, im wesentlichen aber Waggeshausers Aussage dabei durchaus bestätigt.)
  • Das Waggerhauser-Interview habe ich auch gelesen und ich mochte ihn schon immer.

    Was wäre bei der Rückkehr ins GWS mit diesen 200 Millionen Steuergelder geschehen? Hätten die bis auf den letzten Cent zurückbezahlt werden müssen oder nur ein Teil davon? Und vor allem vom wem? Stadt, Freistaat oder sogar FC Bayern?
    Das klingt doch eigentlich wie ein Geschenk des Himmels, wenn man mit der Rückkehr ins GWS in Verhandlungen drohen kann, im Wissen man könne den FC Bayern damit richtig hart treffen, weil er dann richtig viele Steuerprivilegien zurückzahlen müsse. Aber warum spricht dann Ziffzer lediglich vom Ertragswert und nicht von der Drohkulisse "200 Millionen Euro Steuergelder"?
    „Mit Ayre wollen wir einerseits ein neues Kapitel aufschlagen, andererseits mit ihm alles Menschenmögliche unternehmen, damit der TSV 1860 eines Tages wieder im allseits geliebten Grünwalder Stadion spielen darf."
    Hasan Ismaik, Facebook, April 2017
  • domlöwe schrieb:

    WBS-Torwart a.D. schrieb:

    "Weil der FC Bayern in der Tat nicht uninteressiert war, dass wir am Leben bleiben", sagt Ziffzer. "Natürlich hatten sie ein Interesse, dass da ein Verein weiter in der Arena spielt."

    Schöner Satz, aber leider begründet Ziffzer diese Behauptung nicht näher. Warum hatte der FC Bayern an uns ein Interesse?
    Das geht doch aus dem Waggerhauser-Interview in der SZ eindeutig hervor:

    Waggershauser stellt behauptet zunächst, dass ohne Sechzig der FC Bäh heute noch im Olympiastadion spielen würde und begründet das wie folgt:


    "Weil nach EU-Recht die Stadt und der Freistaat 200 Millionen
    Euro direkte Subvention für Infrastruktur gezahlt haben, sodass dort bis vor
    Kurzem zwingend zwei verschiedene Vereine spielen mussten. Das Grundstück wurde
    auch vergünstigt hergegeben, weil nicht nur ein Klub davon profitierte."


    Somit haben die Bayern 11,3 MIllionen gezahlt, um für sich 200 Millionen + x zu retten. Und dann behauptet Ziffzer allen Ernstes, er habe das Maximum für Sechzig herausgeholt.


    (Ich finde es ja eh bemerkenswert, dass Ziffzer meint, etwas klar stellen zu müssen, im wesentlichen aber Waggeshausers Aussage dabei durchaus bestätigt.)

    Die Roten hätten doch keine 200 Mio. zahlen müssen, das wäre letztendlich beim Steuerzahler hängen geblieben. Und auch wenn es keiner hören will. Die Roten hätten doch auf jeden Fall ihre blöde Arena bekommen. Der Ude hätte sich doch die Chance niemals entgehen lassen als OB einen auf dicke Hose zu machen (ist ja auch nicht seine eigene Kohle). Aber die Version vom Christian Waggershauser liest sich natürlich schöner.

    Der Deal für die Roten war attraktiv da sie dadurch u.a. nicht an die Logenverträge ran mussten und man bei Catering, Parkplatz Management und Miete weiterhin ein gutes Geschäft gemacht hat (unser Zuschauerschnitt war ja anfangs auch relativ hoch). Außerdem waren die immer auf ein sauberes Image bedacht. So ein in der Arena verreckter Nachbar hätte sich einfach schlecht in der Samariter Legende eines Herrn Hoenes gemacht. inzwischen wirkt das natürlich unfreiwillig komisch.

    Aber der Hasan Ismaik soll ruhig mal klagen sofern er die Kosten nicht wieder als Darlehen auf die KGaA schiebt. Aber ich wage mal eine gar nicht gewagte Prophezeiung dass er so ziemlich gar nichts machen wird weil es leider vollkommen ausreicht den Fans ab und zu ein (stinkendes HOWE) Würstl vor die Nase zu halten.

    Herrn Ziffzer wird's freuen, so ist er mal wieder im Gespräch. Herr Kambli hat angeblich die Kanzlei verlassen so dass der e.V. zukünftig evtl. einen anderen Anwalt braucht welcher die Prozesse verliert (erwähne ich nur weil Kambli und Ziffzer angeblich befreundet sind).
    Ein Verein gehört nicht einem Menschen. Der Verein gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren.
    Christian Streich in einem Kicker Interview am 16.04.2015
  • Wer hat eigentlich bezüglich Baurecht und -gründen das Sagen im Landkreis München? Auch die Stadt oder ist das u.a. der Landkreis samt externer, eigener Verwaltung? Und warum spielt man Stadt und Landkreise bezüglich des Standortes nicht aus? Mit der Sbahn bin ich auch in 20 Minuten in Dachau oder Unterhaching.
    Mehr Fehlpässe als Zuschauer - We go to the flop - BSU - Münchens Blaue Straßenbande
  • Genauso gut könnte er Unterhaching das Stadion abkaufen und Stück für Stück umbauen , der erste umbau für ein Stadion mit 30.000 Zuschauer und dann kann man danach immer noch einen 2 Rang drauf setzen ich denke da bräuchte es keine 10 Jahre Planung , zwar müssten wir die SpVgg auch noch im Stadion mitspielen lassen aber lieber mit denn hachingern in einem Stadion als die Seitenstraße
  • BlueStreetUnion schrieb:

    Wer hat eigentlich bezüglich Baurecht und -gründen das Sagen im Landkreis München? Auch die Stadt oder ist das u.a. der Landkreis samt externer, eigener Verwaltung? Und warum spielt man Stadt und Landkreise bezüglich des Standortes nicht aus? Mit der Sbahn bin ich auch in 20 Minuten in Dachau oder Unterhaching.

    Im Landkreis hat die Stadt wenig zu sagen aber Grundstücke sind auch dort sehr wertvoll und es gibt wenige Gründe einem Investor das zum Spottpreis zu überlassen. Glaubt man dem Herrn Waggershauser dann hatte der Verein aber vor dem Investoreneinstieg u.a. mal ein Angebot der Gemeinde Unterhaching.

    Im Vergleich mit Riem gibt es vermutlich auch im Landkreis ejn paar attraktive Standorte aber ein überdimensioniertes Stadion an einem suboptimalem Standort hört sich schon sehr nach Investitionsruine an. Aber Hasan Ismaik sagt ja nur dass er, wenn er nicht bekommt was er will, über andere Standorte nachdenkt.
    Den OB dürfte es freuen. Es würde mich nicht wundern wenn ihm das inzwischen sowieso etwas zu heiss geworden ist. Mit der Ausweisung eines Grundstücks dieser Größenordnung macht man sich in München ganz sicher nicht nur Freunde.

    PS: Ein Ausbau des Sportparks in Unterhaching gilt aufgrund der Lage als schwierig, erst recht wenn man 50,000 qm Fläche beansprucht ( so ein Fußballfeld hat meines Wissens nach an die 7.500qm).
    Ein Verein gehört nicht einem Menschen. Der Verein gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren.
    Christian Streich in einem Kicker Interview am 16.04.2015
  • Spike60 schrieb:

    Genauso gut könnte er Unterhaching das Stadion abkaufen und Stück für Stück umbauen , der erste umbau für ein Stadion mit 30.000 Zuschauer und dann kann man danach immer noch einen 2 Rang drauf setzen ich denke da bräuchte es keine 10 Jahre Planung , zwar müssten wir die SpVgg auch noch im Stadion mitspielen lassen aber lieber mit denn hachingern in einem Stadion als die Seitenstraße

    Die Stadt hat mit dem Landkreis nix zu tun. München selbst gehört auch nicht zum Landkreis.
    Die Grundstücke im Landkreis gehören den jeweiligen Gemeinden. Im Fall von Riem würde Grund der Gemeinde Feldkirchen benötigt.
  • ewald schrieb:

    abendzeitung-muenchen.de/inhal…6f-a80d-234a80614190.html

    Neuburg a.D. würde sich als Standort eignen...
    Namensvorschlag: Hasan-Arge Arena
    weil für mich die wirkliche Intoleranz die der Konsumgesellschaft ist, die der von oben zugestandenen Freizügigkeit, die die wahre, schlimmste, hinterhältigste, kälteste und unerbittlichste Form der Intoleranz ist. Weil es eine Intoleranz ist, die die Maske der Toleranz trägt. Weil sie nicht wahr ist. Weil sie jedes Mal, wenn die Macht es nötig hat, widerruflich ist (Pier Paolo Pasolini)
  • Wie entwickeln sich die Pläne des Stadion-Neubaus?
    Ich
    habe vor ein paar Tagen ein Schreiben von Münchens Oberbürgermeister
    Dieter Reiter erhalten. Er hat uns erneut seine Unterstützung
    zugesichert, dass er 1860 in der Stadionfrage helfen will. Das ist sehr
    positiv – negativ ist, dass wir noch keinen Schritt weitergekommen sind.
    Das vorgesehene Grundstück in Riem ist selbst für ein
    35000-Mann-Stadion zu knapp bemessen. Für mich ist es nur sehr schwer
    hinzunehmen, dass wir bei unserem Stadionprojekt auf der Stelle treten.
    Wir können unseren Fans – und davon gibt es in Deutschland mehr als 150
    000 – nicht länger zumuten, heimatlos zu sein. So haben wir keine
    Perspektive. Das habe ich auch dem Oberbürgermeister so mitgeteilt. Die
    Allianz Arena gehört dem FC Bayern, dort sind wir nur geduldet. Das Grünwalder Stadion
    ist nur für die Dritte Liga und Frauenfußball ausgerichtet. Das
    Olympiastadion steht unter Denkmalschutz. Wo sollen wir also hin? Wenn
    wir uns in den nächsten sechs Monaten weiterhin im selben Status
    befinden, werden wir überlegen, ob wir außerhalb Münchens ein Grundstück
    suchen müssen.
    abendzeitung-muenchen.de/inhal…9e-ba78-f40caa2f5ae1.html
    Destruction leads to a very rough road
    But it also breeds creation
  • ewald schrieb:

    Wie entwickeln sich die Pläne des Stadion-Neubaus?
    ... Wenn wir uns in den nächsten sechs Monaten weiterhin im selben Status
    befinden, werden wir überlegen, ob wir außerhalb Münchens ein Grundstück
    suchen müssen.
    Warum nur ein Stadion? Machen wir doch vier in allen Himmelsrichtungen.
    Wasserburg am Inn (Giesing Ost), Neuburg an der Donau (Giesing Nord), Landsberg am Lech (Giesing West), Murnau am Staffelsee (Giesing Süd)
    Nur so können wir das Potential von 1860 richtig ausschöpfen.

    Vielleicht sogar jedes Stadion in unterschiedlicher Konfiguration:
    1) 20.000 Zuschauer für verregnete Tage gegen Heidenheim, Sandhausen und Co.
    2) 60.000 Zuschauer Sommerstadion mit vielen Busparkplätzen
    3) VIP-Sitzplatz-Schüssel 45.000 für die Champions-League
    4) Nostalgie-Tempel mit 27.000 Steh und 5.000 Sitzpätzen sowie einer mechanischen Anzeigetafel
    Dann wechseln wir nach Bedarf durch.

    Und ein gutes Neues Jahr Euch allen :)
    Einmal Löwe - Immer Löwe
  • MutigerLöwe schrieb:

    Jetzt wird's aber eng ... die Pullacher haben für den Fall ihres RL-Aufstiegs bei der Stadt München einen Antrag gestellt, dass ihnen erlaubt wird, für ihre Heimspiele das Grünwalder Stadion zu nutzen, da sie ansonsten auf ihr Aufstiegsrecht verzichten müssten.

    "Leute, ihr passt hier doch alle gar nicht rein ...."

    Unterhachingen gäbs ja auch noch. Und die Damen-Frauschaft aus der Seitenstraße bräuchte zum Fußballplatz auch wesentlich weniger Tribüne als im GWS vorhanden. Alternativen gäbe es für viele Beteiligte also genug. Gibts eigentlich das Dante-Stadion noch?
    "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben." Alexander von Humboldt (1769-1859)