Alles zum Investoreneinstieg oder auch -ausstieg

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    • die Frage ist nicht blöd und möglich wäre dies aus meiner Sicht sicherlich, nur wie die Erfahrung zeigt, dass im Zweifel keinen interessiert was die MV so will. (Kooperationsvertrag kündigen)
      „Eine Krise ist der Zustand, in dem das Alte abstirbt, aber das Neue noch nicht zur Welt kommen kann. In einer solchen Zeit der Zwischenherrschaft gibt es viele Gefahren, und es kann zu allen möglichen Krankheitserscheinungen kommen – es ist die Zeit der Monster.“ (Antonio Gramsci)
    • Spike60 schrieb:

      Dann würde wahrscheinlich der e.V. verklagt werden sollte er eine Insolvenz herbeiführen ohne nachvollziehbaren Grund.
      Naja, "ohne triftigen Grund" - es könnte ja auch der Fall eintreten, dass der e.V. die Gelder braucht, um wichtige Augaben tätigen zu können oder gar um selbst nicht zahlungsunfähig zu werden. Aktuell profitiert der e.V. vom Mitgliederboom seit 2017, ohne diese zusätzlichen Mitgliedsbeiträge könnte es mit den Finanzen unter Verzicht auf die Zahlugnen der KGaA ja schon anders ausschauen.

      Das Präsidium ist seinen Mitgliedern verantwortlich, insbesondere wie mit ihren Beiträgen umgegangen wird. Im Geschäftsbetrieb dauerhaft auf größere zustehende Summen zu "verzichten" (untechnisch gesprochen), braucht da schon eine besondere Rechtfertigung. Diese ist natürlich gegeben, wenn man als Ziel die Erhaltung der KGaA hat.

      Wir unterstellen hier ja auch immer, dass Ismaik über Wohl und Wehe entscheiden kann, wenn es um die Verlängerung von Stundungen geht. Ich hab halt keine Ahnung, ob es irgendwelche straf- oder gesellschaftsrechtlichen Konsequenzen hat, eine Firma als Miteigentümer in die Insolvenz zu befördern.
    • Ex-Oberlandler schrieb:

      eine Firma als Miteigentümer in die Insolvenz zu befördern.
      es wurde vom Fauser ja eine Fortführungsprognose erstellt. Die beinhaltet auch, dass die Forderungen des Vereins zunächst gestundet werden. Ich weiss nicht auf welchen Zeitraum sich diese Prognose bezieht, jedenfalls werden nach Ablauf dieses Zeitraums die Karten neu gemischt und es muss erneut über die Stundung gesprochen werden. Spätestens in dem Moment könnte der Verein darstellen, dass er das Geld jetzt braucht. Muss man eben krativ werden und den Willen dazu haben, zweiteres ist nicht vorhanden, weder jetzt noch sehe ich diesen Willen in der Zukunft.
      Strafrechtlich ist hier sicher nichts einschlägig, die KGaA Anteile sind nichts wert und sie ist komplett überschuldet, ist danach auch kein Vermögenswert für den Verein. Die Lizenerteilung ist auch nicht von der KgaA sondern vom Verein abhängig. Mir hat jedenfalls noch keiner erklären können wieso eine Fälligstellung der Schulden auch nur irgendeine negative Konsequenz für den Verein haben sollte. Man traut sich das halt einfach nicht.
      „Eine Krise ist der Zustand, in dem das Alte abstirbt, aber das Neue noch nicht zur Welt kommen kann. In einer solchen Zeit der Zwischenherrschaft gibt es viele Gefahren, und es kann zu allen möglichen Krankheitserscheinungen kommen – es ist die Zeit der Monster.“ (Antonio Gramsci)
    • Es gibt halt diese ominöse Sanierungsvereinbarung der KGaA Eigentümer und da steht halt wohl drin dass wir (der e.V.) stunden und dafür Herr Ismaik ebenfalls stundet. Dass man die KGaA in die Insolvenz befördert ist meiner Meinung nach kein Automatismus. Bilanziell überschuldet ist die KGaA seit Jahren was für sich alleine genommen schon ein Insolvenzgrund wäre. Und für die Gehaltserhöhung von Herrn Gorenzel ist jetzt vermutlich auch Geld da (und sei es nur als Genussschein).
      Oder allgemein gesprochen. Die KGaA hat für vieles Geld, nur eben nicht für den e.V. Pech gehabt.
      Ein Verein gehört nicht einem Menschen. Der Verein gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren.
      Christian Streich in einem Kicker Interview am 16.04.2015
    • HHeinz schrieb:

      Dass man die KGaA in die Insolvenz befördert ist meiner Meinung nach kein Automatismus.
      das womöglich nicht (es gibt ja noch Geld, dass man vom Hasi abrufen könnte soweit ich weiss), aber es wäre ein klares Statement pro e.V und würde den Willen der Mitglieder endlich mal abbilden.
      „Eine Krise ist der Zustand, in dem das Alte abstirbt, aber das Neue noch nicht zur Welt kommen kann. In einer solchen Zeit der Zwischenherrschaft gibt es viele Gefahren, und es kann zu allen möglichen Krankheitserscheinungen kommen – es ist die Zeit der Monster.“ (Antonio Gramsci)
    • Meiner laienhaften Meinung nach schaut es so aus, dass der eV vor einem Jahr in der Sanierungsvereinbarung einer Stundung seiner Forderung an die KGaA zugestimmt hat, und hier ist in Beitrag #5 davon die Rede, dass dies für 4 Jahre gilt. Gut ein Jahr ist rum, knapp drei sind noch übrig. Das verstehe ich so, dass der eV frühestens im Sommer 2021 die Möglichkeit hätte seine Forderungen fällig zu stellen, vorher steht dem die Sanierungsvereinbarung im Weg, die ich mal als bindenden Vertrag verstehe.

      Wenn dann der eV 2021 seine Forderungen eintreibt, dann hat die KGaA vermutlich erstmal keine andere Wahl als die zu begleichen. Nur hat andererseits halt die GF der KGaA, und vermutlich auch der eV als Gesellschafter, die Pflicht eine daraus resultierende Zahlungsunfähigkeit soweit möglich zu verhindern. Und wenn dann 2021 noch irgendwelche nicht abgerufenen Genussschein-Deals mit HI im Raum stehen, dann könnte der eV plötzlich verpflichtet sein dem Abruf der Gelder gegen neu auszugebende Genussscheine zuzustimmen, um damit die Zahlungsunfähigkeit zu verhindern.
      Dann hätte zwar der eV sein Geld, hätte aber gleichzeitig die KGaA weiter in die Abhängigkeit von HI hinein getrieben. Ob man das dann gut oder schlecht oder wurscht findet, das hängt dann davon ab welchen Stellenwert die eV und der Profifußball für einen persönlich haben.

      Ob das alles stimmt? Keine Ahnung, ich bin in solchen Fragen nicht vom Fach. Aber für mich wäre das so einigermaßen plausibel.
    • GrasOber schrieb:

      Meiner laienhaften Meinung nach schaut es so aus, dass der eV vor einem Jahr in der Sanierungsvereinbarung einer Stundung seiner Forderung an die KGaA zugestimmt hat, und hier ist in Beitrag #5 davon die Rede, dass dies für 4 Jahre gilt. Gut ein Jahr ist rum, knapp drei sind noch übrig. Das verstehe ich so, dass der eV frühestens im Sommer 2021 die Möglichkeit hätte seine Forderungen fällig zu stellen, vorher steht dem die Sanierungsvereinbarung im Weg, die ich mal als bindenden Vertrag verstehe.
      Nur eine inhaltliche Anmerkung, da du dich ja auf mein Posting beziehst: Ich hab es gestern so verstanden, dass es um 4 Jahre geht, aber diese 4 Jahre begannen nicht erst mit der Sanierungsvereinbarung, sondern die beinhaltete, dass die bereits zum Zeitpunkt der Sanierungsvereinbarung ausstehenden Zahlungen gestundet werden. D.h. diese 4 Jahr betreffen mindestens auch noch die 2. Liga Saison. Daraus resultiert, dass wir uns aktuell mindestens im dritten der vier Geschäftsjahre befinden.

      Sollte ich das gestern falsch verstanden haben, kann mich auch gerne jmd. korrigieren ;)
    • Tja wenn man die KGaA in die Insolvenz treibt, dann schätze ich auch das ein Insolvenzverwalter die Anteile an den Meistbietenden verscherblen möchte, damit könnte dann Ismaik die im Bieterstreit wohl koplett übernehmen

      Blöd halt dann nur das die KGaA nix wert ist weil die Lizenz wahrscheinlich nicht mehr vergeben wird...aber die Markenrechte hätte er trotzdem noch, also ein Fussballverein mit allen Pim-Pam-Bummm...halt ohne Fussball

      Oder doch nicht? Ismaik gründet einen neuen Verein, der besitzt dann 100% der insolventen KGaA und dann als gesundet starter mann durch (Markränstadt mit RB Leipzig ne?)

      Blöd halt nur das Ismaik nimmer die Scheine dazu hat lol
      Aus Schwabing, in die Welt hinaus...
    • Schindluder schrieb:

      Spike60 schrieb:

      Dann würde wahrscheinlich der e.V. verklagt werden sollte er eine Insolvenz herbeiführen ohne nachvollziehbaren Grund.
      der Blödsinn wird seit Jahren behauptet, ich sehe diverse nachvollziehbare Gründe wieso der Verein auf so viel Geld nicht einfach weiter verzichten kann, da ist ja kein Ende der Stundung in Sicht. Man müsste das halt mal ankündigen, dass man das Geld spätestens zum XX.XX.XXXX fällig stellt und sich die Firma darauf einstellen soll.
      Jetzt hast nicht richtig gelesen. Das Problem ist nicht dass der eV auf 900k nicht verzichten könnte. Das Privlem ist die vom Verein unterschriebene Sanierungsvereinbarung.
    • Madrider Loewe schrieb:

      Tja wenn man die KGaA in die Insolvenz treibt, dann schätze ich auch das ein Insolvenzverwalter die Anteile an den Meistbietenden verscherblen möchte, damit könnte dann Ismaik die im Bieterstreit wohl koplett übernehmen


      Das glaube ich nicht. Die Anteile die HI nicht eh schon hat gehören ja nicht der KGaA, sondern dem eV. Die könnte der Verwalter einer insolventen KGaA nicht einfach verkaufen.
    • blue planet schrieb:

      Na, was ich aktuell so lese (Az und DB 24) geht das ja wohl eher nicht in die Richtung "Schulden zahlen", sondern da muss Geld her, wenn der Gorenzel "Unterschiedspieler" holen will.
      Da bin ich jetzt aber wirklich gespannt, wie die Entscheidungsträger mit diesem "künstlich aufgebauten Druck" umgehen werden.
      vielleicht wäre es dann sinnvoll, sich ein zweites GF-Gehalt zu sparen
      not my sportlicher Leiter

      Sektion Gutmensch
      Team schwäbische Hausfrau
    • GrasOber schrieb:

      Madrider Loewe schrieb:

      Tja wenn man die KGaA in die Insolvenz treibt, dann schätze ich auch das ein Insolvenzverwalter die Anteile an den Meistbietenden verscherblen möchte, damit könnte dann Ismaik die im Bieterstreit wohl koplett übernehmen


      Das glaube ich nicht. Die Anteile die HI nicht eh schon hat gehören ja nicht der KGaA, sondern dem eV. Die könnte der Verwalter einer insolventen KGaA nicht einfach verkaufen.
      Na ja, kommt halt darauf an ob das Gericht verfügen würde das zur Schuldentilgung die Anteile dann eben verkauft werden müsssen...kann ja unter der Schirmherrschaft eines Insolvenzverwalters bis zur Enteignung getrieben werden, ne?

      Aber mei, sind eh nur Luftikus-Gedankenspiele...
      Aus Schwabing, in die Welt hinaus...
    • GrasOber schrieb:

      Madrider Loewe schrieb:

      Tja wenn man die KGaA in die Insolvenz treibt, dann schätze ich auch das ein Insolvenzverwalter die Anteile an den Meistbietenden verscherblen möchte, damit könnte dann Ismaik die im Bieterstreit wohl koplett übernehmen


      Das glaube ich nicht. Die Anteile die HI nicht eh schon hat gehören ja nicht der KGaA, sondern dem eV. Die könnte der Verwalter einer insolventen KGaA nicht einfach verkaufen.
      Doch ich meine das könnte er. und dann wäre es in der Tat interessant wer denn so etwas kaufen könnte und ob Herr Ismaik tatsächlich finanziell etwas auf dem Trockenen sitzt.
      Ein Verein gehört nicht einem Menschen. Der Verein gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren.
      Christian Streich in einem Kicker Interview am 16.04.2015
    • Schindluder schrieb:

      Spike60 schrieb:

      Dann würde wahrscheinlich der e.V. verklagt werden sollte er eine Insolvenz herbeiführen ohne nachvollziehbaren Grund.
      der Blödsinn wird seit Jahren behauptet, ich sehe diverse nachvollziehbare Gründe wieso der Verein auf so viel Geld nicht einfach weiter verzichten kann, da ist ja kein Ende der Stundung in Sicht. Man müsste das halt mal ankündigen, dass man das Geld spätestens zum XX.XX.XXXX fällig stellt und sich die Firma darauf einstellen soll.
      Ich sehe sie aktuell nicht . Ausser dem Verein wird tatsächlich die Gemeinnützigkeit entzogen und wir müssten dann Millionen an Steuern dem Fiskus zurück zahlen so wie das mit der Gemeinnützigkeit bei uns immer gesagt wurde. Korrigiert mich wenn ich falsch liege?
    • Kasi schrieb:

      Es ist einfach ziemlich stad geworden um die zwei äußerst wichtigen Themen:

      1. Klärung der Gemeinnützigkeit
      2. Rückkauf der Markenrechte

      Ist da auf der Versammlung der Fussballabteilung nicht gesprochen worden?
      Nein, nicht dass ich mich erinnere.
      Bei 1. hat der e.V. meiner Kenntnis nach alle Punkte abgearbeitet und Behörden sind am Zug.
      Bei 2. bin ich mir nicht ganz sicher was Du meinst. Der e.V. hat die Rechte welche er zurück haben wollte bereits bekommen (hat Robert Schäfer damals noch gemacht). Hier geht es um eine Entschädigung der KGaA für den "Vermögensabfluss". Ehrlich gesagt sehe ich persönlich in diesem Punkt gar keine Eile und wenn der Herr Ismaik ein echter Ehrenmann wäre dann würde er die Marken mit dem Zusatz "e.V." dem Verein ohne Entschädigung überlassen. Viel ärgerlicher ist dass man wegen dem Kack vermutlich ein Wertgutachten erstellen muss nur damit der Herr Ismaik sich nicht entreichert fühlt.
      Viel besser wäre es natürlich wenn sämtliche Markenrechte beim e.V. liegen würden aber das ist in der aktuellen Konstellation wohl nicht zu machen.
      Ein Verein gehört nicht einem Menschen. Der Verein gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren.
      Christian Streich in einem Kicker Interview am 16.04.2015
    • HHeinz schrieb:

      Doch ich meine das könnte er. und dann wäre es in der Tat interessant wer denn so etwas kaufen könnte und ob Herr Ismaik tatsächlich finanziell etwas auf dem Trockenen sitzt.
      Und was hat er dann davon?
      Ein einfacher Verkauf der Anteile von einem Gesellschafter (eV) an einen anderen bringt der KGaA bzw dem Insolvenzverwalter ja erstmal überhaupt nix.
      Damit die KGaA davon profitiert müsste es zusätzlich sowas wie einen neuen Kooperationsvertrag zwischen dem eV und dem Käufer der Anteile geben, in dem geregelt ist was dieser zugunsten der KGaA zu tun hat. Ob der Insolvenzverwalter den eV zwingen könnte einen solchen Kooperationsvertrag abzuschließen weiß ich nicht, gefühlt würde ich aber eher mal sagen nein.

      Eine andere Möglichkeit wäre natürlich noch, dass die (insolvente) KGaA über eine Kapitalerhöhung zusätzliche Anteile ausgibt. Das würde dann (zumindest theoretisch) direkt Geld in die Kasse der KGaA spülen.
      Die Anteile die der eV hält würden dann nicht angerührt, aber natürlich würde der prozentuale Anteil sinken.
      Und der eV müsste als Gesellschafter einer solchen Kapitalerhöhung zustimmen. Auch hier weiß ich nicht ob man ihn dazu zwingen könnte, könnte mir das aber eher vorstellen als die Pflicht zu einem neuen Kooperationsvertrag, sofern ein Angebot für die neu auszugebenden Anteile vorliegt das eine nennenswerte Auswirkung auf das Insolvenzverfahren hätte.

      In beiden Fällen hätten wir zumindest eine interessante Situation, wenn denn der Insolvenzverwalter die Möglichkeit hätte den eV dazu zu zwingen.
      Sowohl für einen Anteilsverkauf wie auch für eine Kapitalerhöhung schreibt die Satzung eine 75% Mehrheit auf einer MV vor, bevor der eV dem zustimmen darf.
      Wenn nun der Insolvenzverwalter berechtigt wäre so eine Maßnahme anzuordnen, auf der MV aber die Mehrheit nicht erreicht wird, dann stünde Insolvenzrecht gegen Vereinsrecht.
      Wer in so einem Fall dann den kürzeren zieht? Keine Ahnung...