Sonntag, 15.10, 15.00 Uhr, WWK-Arena: Augsburg 2 vs. 60 München

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    • Ist das wirklich so schwer zu verstehen?

      Bild, tz, Polizei und die Stadt interessiert es nicht, ob "die 60er Fans" so brav wie die Hoppenheimer sind. Und ob es verhältnismäßig ruhig ist.
      Erstgenannte prägen zum großen Teil unser öffentliches Bild und letztere entscheiden wie&wo&unter welchen Auflagen wir spielen dürfen.
      Wir sind seit dem Relegationsspiel und 4. Liga im GWS nicht in der Position die oben genannten Parteien zu ignorieren, weil man lieber den starken Max markiert.

      Wenn man eine Zukunft im GWS haben möchte (auch Liga 3), dann sind solche Aktionen Gift.

      Wenn man im GWS eh keine Zukunft sieht, dann kann man nächste Woche ja auch gleich die Sitze raus reißen. Weil ist ja eh wurscht...

      Edit: @1860supporter: Es geht nicht um zerfleischen aber wenn man nie was sagt, dann ändert sich auch nix.
      Support war geil! Warum wird das in den Medien nicht erwähnt? Weil manche Leute ihr Ego über das der Kurve stellen. Und ggf auch über die Zukunft von 60. Meine Meinung bzw Befürchtung. Finden manche vmtl lächerlich und überzogen aber manche müssen es wohl unbedingt austesten.
    • Was bei mir - und vermutlich auch bei einigen anderen - noch dazu kommt: wenn sich manche schon bei den Kasperln in Augsburg nicht mehr im Griff haben, dann mag ich garnicht wissen was am nächsten WE los ist.

      Möglicherweise kommt aber nicht nur die Niederlage sondern auch die Bengalos und Kloppereien als Ausrutscher zur rechten Zeit und man besinnt sich Szene-intern vor dem Derby nochmal auf das was man sich vorgenommen hatte.
    • loewengraetscherR schrieb:

      Ist das wirklich so schwer zu verstehen?

      Bild, tz, Polizei und die Stadt interessiert es nicht, ob "die 60er Fans" so brav wie die Hoppenheimer sind. Und ob es verhältnismäßig ruhig ist.
      Erstgenannte prägen zum großen Teil unser öffentliches Bild und letztere entscheiden wie&wo&unter welchen Auflagen wir spielen dürfen.
      Wir sind seit dem Relegationsspiel und 4. Liga im GWS nicht in der Position die oben genannten Parteien zu ignorieren, weil man lieber den starken Max markiert.

      Wenn man eine Zukunft im GWS haben möchte (auch Liga 3), dann sind solche Aktionen Gift.

      Wenn man im GWS eh keine Zukunft sieht, dann kann man nächste Woche ja auch gleich die Sitze raus reißen. Weil ist ja eh wurscht...

      Edit: @1860supporter: Es geht nicht um zerfleischen aber wenn man nie was sagt, dann ändert sich auch nix.
      Support war geil! Warum wird das in den Medien nicht erwähnt? Weil manche Leute ihr Ego über das der Kurve stellen. Und ggf auch über die Zukunft von 60. Meine Meinung bzw Befürchtung. Finden manche vmtl lächerlich und überzogen aber manche müssen es wohl unbedingt austesten.
      Danke.... Leider kapieren unsere Zündler immer noch nicht, dass die Erweiterung des GWS auch von solchen Aktionen abhängt....
    • Patrick60 schrieb:

      Ich bin wahrlich kein Pyro-Fetischist, dennoch finde ich es ziemlich bedenklich, dass gerade im (eigentlich fortschrittlichen, stets kritisch hinterfragenden) LF nahtlos die gleiche Populismus-Keule bzgl. Pyro geschwungen wird, wie man es sonst nur von DB24 oder den Münchner Boulevardgazetten kennt. Ich kann absolut verstehen, dass in unserer derzeitigen Situation nicht jeder Löwenfan glücklich ist, wenn das positive Bild der letzten Monate in den Medien leicht getrübt wird, dass gerade die eben erwähnten Medien aber nunmal Sensationsmedien sind, deren Lebensunterhalt es ist, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen und nur geringes Interesse an positiven Nachrichten haben, vergisst manch Löwenfan aber scheinbar schnell.

      Halten wir mal fest:

      Gestern wurde zum ersten Mal in dieser Saison (nach 20 Spielen) Pyrotechnik gezündet. Was viele Löwenfans verurteilen werden, was allerdings auch einmalig in der Geschichte der organisierten Fans bei 1860 sein dürfte, dass nahezu eine Halbsaison auf jegliche Art von Pyro verzichtet wurde. In Puncto Häufigkeit dürfte man sich also auf einem Niveau mit Hoffenheim, Wolfsburg, Wehen-Wiesbaden und Co. befinden und gerade im Hinblick auf sämtliche Traditionsvereine mit einer über Jahrzehnte gewachsenen Fanstruktur in Puncto Häufigkeit einsames Schlusslicht bilden. Gerne wird seit dieser Saison von einer neuen positiven Ära bei 1860 gesprochen. Dass hierbei die Ultras abseits des Platzes einen wesentlichen Anteil daran haben, dass in 19 von 20 Pflichtspielen keinerlei Entgleisungen zu verzeichnen waren, ist defintiv auch ein Teil dieser positiven Ära. Erst die besagten Personen pausenlos über den grünen Klee loben und wenige Tage später als die Totengräber von Sechzig zu bezeichnen, zeugt nicht gerade von einem differenzierten Weltbild. Ja, paar Leute haben sich daneben benommen. Dennoch, eine derart friedliche Saison hat es bei 1860 wohl noch nie gegeben.
      Und wen meist du interessiert es jetzt noch, wenn 19 Spiele nichts passiert ist.... Es interessiert ja auch niemanden, dass es nur ein paar Fans waren von 10000, die sich daneben benommen haben, aber diese wenigen prägen dann das Bild in der Öffentlichkeit ....
    • 1860_supporter schrieb:

      Danke dafür. Bin schon der Meinung gewesen, dass ich der einzige bin, der hier nicht den apokalyptischen Weltuntergang gesehen hat.
      Keine Angst, den sehe ich auch nicht. Aber wenn sich einige Schwachmaten entgegen der Hausordnung verhalten, Sachbeschädigungen begehen und schlägern, wird mir im Gegenzug wohl wenigstens zu gestatten sein, dass ich dies nicht nur nicht gut, sondern sogar richtig scheiße finde.

      1860_supporter schrieb:


      Aber sich jetzt deswegen gegenseitig zu zerfleischen halte ich für überzogen. Wieso wird eigentlich nicht die brachiale Stimmung ständig erwähnt die es gab? Ich fand, dass war der besten Löwenauftritt auswärts seit einem Jahrzehnt?
      Weil, und das versuche ich einigen hier seit mehreren Seiten klar zu machen, eine schlechte Aktion das Bild der Öffentlichkeit zwanzig mal mehr beeinflusst, als 10 gute Aktionen. Ja, das ist unfair. Aber so tickt die Medienmaschinerie und so tickt auch der Großteil der Öffentlichkeit. "Schau, so san's die 60er. Ned amaoi 1 Saison haltens durch".
    • 1860_supporter schrieb:

      ...
      Aber sich jetzt deswegen gegenseitig zu zerfleischen halte ich für überzogen. Wieso wird eigentlich nicht die brachiale Stimmung ständig erwähnt die es gab? Ich fand, dass war der besten Löwenauftritt auswärts seit einem Jahrzehnt?
      Weil die Pyromanen diese Stimmung innerhalb von wenigen Minuten zerstört haben!

      Hätten die den Scheiß bleiben lassen, dann wäre die Resonaz sowohl hier als auch in den Medien positiv gewesen.
      Und das ist auch, was mich so aufregt: dass die 99% der Löwen-Fans, die ein Fußnball-Spiel sehen wollen (ich weiß, schwer vorstellbar - aber das gibts) mit ein paar feigen Vollpfosten in einen Topf geworfen werden und unter diesen Selbstdarstellern leiden.
    • loewengraetscherR schrieb:

      Ist das wirklich so schwer zu verstehen?

      Bild, tz, Polizei und die Stadt interessiert es nicht, ob "die 60er Fans" so brav wie die Hoppenheimer sind. Und ob es verhältnismäßig ruhig ist.
      Erstgenannte prägen zum großen Teil unser öffentliches Bild und letztere entscheiden wie&wo&unter welchen Auflagen wir spielen dürfen.
      Wir sind seit dem Relegationsspiel und 4. Liga im GWS nicht in der Position die oben genannten Parteien zu ignorieren, weil man lieber den starken Max markiert.

      Wenn man eine Zukunft im GWS haben möchte (auch Liga 3), dann sind solche Aktionen Gift.

      Wenn man im GWS eh keine Zukunft sieht, dann kann man nächste Woche ja auch gleich die Sitze raus reißen. Weil ist ja eh wurscht...
      Ich kann dieses Eingeschleime bei der Stadt, den Medien, der "Gesellschaft" usw. langsam echt nicht mehr hören, wir sind 60 und haben nunmal auch ein paar "Rabauken" in unseren Reihen, es ist doch wohl klar, dass die nicht von heute auf morgen zu Musterschülern werden..
      So sehr wir noch versuchen uns zu verstellen und etwas vorzuspielen was wir nicht sind, wir bleiben 1860 und diese "Rabauken" gehören eben mit dazu, ob es manchen Leuten hier passt oder nicht.
    • Oliver_1860 schrieb:

      gerad im Blickpunkt Sport gesehen 100 % Elfmeter nicht gegeben Danke Schiri/ linienrichter
      Nochmal zum "Elfer" ... hab das von einem Augsburger auf tm.de geklaut >>> danke!

      Auf der off. DFB-Seite - Rubrik Schiedsrichter- " Das Handspiel in all seinen Facetten " - beschreibt Gagelmann u.a. zufällig haargenau die gestrige Szene ("die Hand eines vergeblich zum Kopfball hochsteigenden Spielers wird von hinten vom Gegenspieler angeköpft")

      Gagelmanns Meinung dazu: " Wenn der Verteidiger den Ball gar nicht sehen konnte, spricht dies (ebenfalls) gegen ein strafbares Handspiel".

      Nochmal meine Frage von gestern: Wie würdet ihr die Situation denn beurteilen, wenn unserem Verteidiger so ein Handspiel passieren würde?
      Genau!

      Blau bleiben - Fair bleiben
    • 1860_supporter schrieb:

      Patrick60 schrieb:

      Ich bin wahrlich kein Pyro-Fetischist, dennoch finde ich es ziemlich bedenklich, dass gerade im (eigentlich fortschrittlichen, stets kritisch hinterfragenden) LF nahtlos die gleiche Populismus-Keule bzgl. Pyro geschwungen wird, wie man es sonst nur von DB24 oder den Münchner Boulevardgazetten kennt. Ich kann absolut verstehen, dass in unserer derzeitigen Situation nicht jeder Löwenfan glücklich ist, wenn das positive Bild der letzten Monate in den Medien leicht getrübt wird, dass gerade die eben erwähnten Medien aber nunmal Sensationsmedien sind, deren Lebensunterhalt es ist, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen und nur geringes Interesse an positiven Nachrichten haben, vergisst manch Löwenfan aber scheinbar schnell.

      Halten wir mal fest:

      Gestern wurde zum ersten Mal in dieser Saison (nach 20 Spielen) Pyrotechnik gezündet. Was viele Löwenfans verurteilen werden, was allerdings auch einmalig in der Geschichte der organisierten Fans bei 1860 sein dürfte, dass nahezu eine Halbsaison auf jegliche Art von Pyro verzichtet wurde. In Puncto Häufigkeit dürfte man sich also auf einem Niveau mit Hoffenheim, Wolfsburg, Wehen-Wiesbaden und Co. befinden und gerade im Hinblick auf sämtliche Traditionsvereine mit einer über Jahrzehnte gewachsenen Fanstruktur in Puncto Häufigkeit einsames Schlusslicht bilden. Gerne wird seit dieser Saison von einer neuen positiven Ära bei 1860 gesprochen. Dass hierbei die Ultras abseits des Platzes einen wesentlichen Anteil daran haben, dass in 19 von 20 Pflichtspielen keinerlei Entgleisungen zu verzeichnen waren, ist defintiv auch ein Teil dieser positiven Ära. Erst die besagten Personen pausenlos über den grünen Klee loben und wenige Tage später als die Totengräber von Sechzig zu bezeichnen, zeugt nicht gerade von einem differenzierten Weltbild. Ja, paar Leute haben sich daneben benommen. Dennoch, eine derart friedliche Saison hat es bei 1860 wohl noch nie gegeben.
      Danke dafür. Bin schon der Meinung gewesen, dass ich der einzige bin, der hier nicht den apokalyptischen Weltuntergang gesehen hat.
      Aber sich jetzt deswegen gegenseitig zu zerfleischen halte ich für überzogen. Wieso wird eigentlich nicht die brachiale Stimmung ständig erwähnt die es gab? Ich fand, dass war der besten Löwenauftritt auswärts seit einem Jahrzehnt?
      Sehe es genauso. Absolut peinlich finde ich, welchen Stellenwert die Medien hier bei einigen haben.
    • Ich weiß zwar nicht, was so toll daran ist, ein feuerspeiendes Stück Karton in der Hand zu halten, aber das viel zitierte verbrecherische Potential sehe ich nun auch nicht dahinter. Ich finde es einfach nur kindisch und doof.
      Viel schlimmer fand ich den 90 Minuten lang exerziermäßig vorgetragenen Support. Die Leute in meiner Umgebung haben fast nichts vom Spiel gesehen, weil sie ständig auf die Vorturner schauen mussten, um auch ja im richtigen Moment die Faust in den Himmel zu strecken. Besonders peinlich waren dann die Momente, in denen das schreckliche Gequäke der Megaphone durch das Stadion hallte.
      Der Inbegriff von Support und Freude ist Spontaneität, so wie man es in den Spielen davor im GWS auf Seiten der Stehhalle erlebt hat. Das gestern hat mich doch sehr an einen Kasernenhof erinnert; kann ja sein, dass sich einge der Protagonisten dort wohler fühlen.
      Als der Anschluß zum 2:1 gefallen ist, hätte ich mir ein paar donnernde „Sechzig“ Rufe gewünscht, idealerweise bis zum Ausgleich. Stattdessen gab es organisierte Faustgymnastik.
      Und am Ende haben sogar die paar FCA Hanseln die „blaue Wand“ in Stimme und Stimmung ins Abseits gestellt.
    • 1966 schrieb:

      Ich weiß zwar nicht, was so toll daran ist, ein feuerspeiendes Stück Karton in der Hand zu halten, aber das viel zitierte verbrecherische Potential sehe ich nun auch nicht dahinter. Ich finde es einfach nur kindisch und doof.
      Viel schlimmer fand ich den 90 Minuten lang exerziermäßig vorgetragenen Support. Die Leute in meiner Umgebung haben fast nichts vom Spiel gesehen, weil sie ständig auf die Vorturner schauen mussten, um auch ja im richtigen Moment die Faust in den Himmel zu strecken. Besonders peinlich waren dann die Momente, in denen das schreckliche Gequäke der Megaphone durch das Stadion hallte.
      Der Inbegriff von Support und Freude ist Spontaneität, so wie man es in den Spielen davor im GWS auf Seiten der Stehhalle erlebt hat. Das gestern hat mich doch sehr an einen Kasernenhof erinnert; kann ja sein, dass sich einge der Protagonisten dort wohler fühlen.
      Als der Anschluß zum 2:1 gefallen ist, hätte ich mir ein paar donnernde „Sechzig“ Rufe gewünscht, idealerweise bis zum Ausgleich. Stattdessen gab es organisierte Faustgymnastik.
      Und am Ende haben sogar die paar FCA Hanseln die „blaue Wand“ in Stimme und Stimmung ins Abseits gestellt.
      Dafür war die Stimmung aber gestern um einiges besser und auch lauter als im GWS... Was wohl in erster Linie an der fehlenden Überdachung im Westen liegt ABER auch daran, dass die Stehhalle und der Westen bis jetzt bei den Heimspielen leider nur selten den selben Takt finden konnten.
    • -=[FLO]=- schrieb:

      Sehe es genauso. Absolut peinlich finde ich, welchen Stellenwert die Medien hier bei einigen haben.
      Herrgottnochmal, sooo schwierig ist das doch nun wirklich nicht zu verstehen.
      Es geht doch nicht darum, welchen Stellenwert die Medien für uns haben.

      Es geht darum, dass

      1. jedem hier klar ist oder klar sein sollte, dass die Medien sowas grundsätzlich sehr gerne aufbauschen
      2. es aber einem Großteil der Leser nicht unbedingt klar ist, dass sowas in den Medien in der Regel aufgebauscht ist
      3. die Politiker die über eventuelle Kapazitätserweiterungen im GWS zu entscheiden haben von eben diesen Lesern wiedergewählt werden wollen und dass wir
      4. deshalb im Augenblick den Medien möglichst wenig Anlass für aufgebauschte Berichte liefern sollten
    • GrasOber schrieb:

      -=[FLO]=- schrieb:

      Sehe es genauso. Absolut peinlich finde ich, welchen Stellenwert die Medien hier bei einigen haben.
      Herrgottnochmal, sooo schwierig ist das doch nun wirklich nicht zu verstehen.Es geht doch nicht darum, welchen Stellenwert die Medien für uns haben.

      Es geht darum, dass

      1. jedem hier klar ist oder klar sein sollte, dass die Medien sowas grundsätzlich sehr gerne aufbauschen
      2. es aber einem Großteil der Leser nicht unbedingt klar ist, dass sowas in den Medien in der Regel aufgebauscht ist
      3. die Politiker die über eventuelle Kapazitätserweiterungen im GWS zu entscheiden haben von eben diesen Lesern wiedergewählt werden wollen und dass wir
      4. deshalb im Augenblick den Medien möglichst wenig Anlass für aufgebauschte Berichte liefern sollten
      Verstehe das schon, und das ist sogar meine eigene Meinung. Einige (nicht alle also) übertreiben das ganze allerdings, und da kann die Bildzeitung noch so schöne Bilder auf ihrer Titelseite drucken
    • JohnSausage schrieb:

      Patrick60 schrieb:

      Ich bin wahrlich kein Pyro-Fetischist, dennoch finde ich es ziemlich bedenklich, dass gerade im (eigentlich fortschrittlichen, stets kritisch hinterfragenden) LF nahtlos die gleiche Populismus-Keule bzgl. Pyro geschwungen wird, wie man es sonst nur von DB24 oder den Münchner Boulevardgazetten kennt. Ich kann absolut verstehen, dass in unserer derzeitigen Situation nicht jeder Löwenfan glücklich ist, wenn das positive Bild der letzten Monate in den Medien leicht getrübt wird, dass gerade die eben erwähnten Medien aber nunmal Sensationsmedien sind, deren Lebensunterhalt es ist, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen und nur geringes Interesse an positiven Nachrichten haben, vergisst manch Löwenfan aber scheinbar schnell.

      Halten wir mal fest:

      Gestern wurde zum ersten Mal in dieser Saison (nach 20 Spielen) Pyrotechnik gezündet. Was viele Löwenfans verurteilen werden, was allerdings auch einmalig in der Geschichte der organisierten Fans bei 1860 sein dürfte, dass nahezu eine Halbsaison auf jegliche Art von Pyro verzichtet wurde. In Puncto Häufigkeit dürfte man sich also auf einem Niveau mit Hoffenheim, Wolfsburg, Wehen-Wiesbaden und Co. befinden und gerade im Hinblick auf sämtliche Traditionsvereine mit einer über Jahrzehnte gewachsenen Fanstruktur in Puncto Häufigkeit einsames Schlusslicht bilden. Gerne wird seit dieser Saison von einer neuen positiven Ära bei 1860 gesprochen. Dass hierbei die Ultras abseits des Platzes einen wesentlichen Anteil daran haben, dass in 19 von 20 Pflichtspielen keinerlei Entgleisungen zu verzeichnen waren, ist defintiv auch ein Teil dieser positiven Ära. Erst die besagten Personen pausenlos über den grünen Klee loben und wenige Tage später als die Totengräber von Sechzig zu bezeichnen, zeugt nicht gerade von einem differenzierten Weltbild. Ja, paar Leute haben sich daneben benommen. Dennoch, eine derart friedliche Saison hat es bei 1860 wohl noch nie gegeben.
      Vieles davon unterschreib ich. Aber: offensichtlich kann die Szene, die ja selbst zu tadellosem Benehmen aufgerufen hat, gerade einmal drei Monate ihre eigenen Bekundungen ernst nehmen. Anders gesagt: bei der ersten Provokation durch den Gegner und dessen Fans werden die Vorsätze, die bislang gut und positiv gelebt wurden, einfach mal so vergessen oder über Bord geworfen. Es geht ja nicht nur um Pyro im Stadion, sondern im gleichen Atemzug auch darum, dass man abends unbedingt nochmal prügeln musste. Natürlich wird das zusammen registriert. Die Signalwirkung hiervon ist verheerend. Wer soll sich denn noch bemüßigt fühlen, dem Aufruf zu folgen, wenn's die Szene selbst nicht macht?
      Zur Erinnerung:

      Münchner Löwen schrieb:

      Sinnlose Pöbeleien, aggressives Auftreten sowie rauschbedingte Ausfälle sind rund um die Spiele der Löwen nicht angebracht. [...] Positive Schlagzeilen sollen unsere Löweninvasionen begleiten, negative Schlagzeilen wurden in den letzten Jahren von den falschen Verantwortlichen zu Genüge produziert. Der TSV München von 1860 und seine Fanszene sind eine sportliche und gesellschaftliche Institution in Bayern, ihr alle seid ein Teil davon und mitverantwortlich, dass diese als solche wahrgenommen und geschätzt wird. [...] Wir alle sind Münchner Löwen und treten für die Selbstregulierung ein!

      Jetzt hast aber bei deinem Zitat aus dem Aufruf der Münchner Löwen einen wesentlichen Teil weggelassen:

      Münchner Löwen schrieb:

      Waren wir letzte Saison noch in Städten wie Stuttgart, Hannover, Dresden und Hamburg zu Gast, heißt es dieses Jahr die Löwen auswärts in unserem Königreich zu begleiten. Genauso anständig wie wir uns in unserer Stadt München verhalten, werden wir dies auch in unserem „Vorgarten“ beherzigen. In jedem Spielort gibt es Löwenfans, die dort in den gastgebenden Vereinen, Institutionen und Fanclubs aktiv sind. Wir als Löwenfamilie müssen dementsprechend respektvoll auftreten.
      Ich lese da heraus, dass dabei Auswärtsspiele wie in Buchbach, Seligenporten, etc. gemeint waren. Deshalb kann ich deine Aussage, dass die Fanszene "gerade einmal drei Monate ihre eigenen Bekundungen ernst nehmen" kann und ihrem eigenen Aufruf nicht folgt, nicht teilen.
    • -=[FLO]=- schrieb:

      GrasOber schrieb:

      -=[FLO]=- schrieb:

      Sehe es genauso. Absolut peinlich finde ich, welchen Stellenwert die Medien hier bei einigen haben.
      Herrgottnochmal, sooo schwierig ist das doch nun wirklich nicht zu verstehen.Es geht doch nicht darum, welchen Stellenwert die Medien für uns haben.
      Es geht darum, dass

      1. jedem hier klar ist oder klar sein sollte, dass die Medien sowas grundsätzlich sehr gerne aufbauschen
      2. es aber einem Großteil der Leser nicht unbedingt klar ist, dass sowas in den Medien in der Regel aufgebauscht ist
      3. die Politiker die über eventuelle Kapazitätserweiterungen im GWS zu entscheiden haben von eben diesen Lesern wiedergewählt werden wollen und dass wir
      4. deshalb im Augenblick den Medien möglichst wenig Anlass für aufgebauschte Berichte liefern sollten
      Verstehe das schon, und das ist sogar meine eigene Meinung. Einige (nicht alle also) übertreiben das ganze allerdings, und da kann die Bildzeitung noch so schöne Bilder auf ihrer Titelseite drucken
      mir persönlich sind die Medien ziemlich egal, ich les den Schmarrn eh nicht. Aber es ist doch ziemlich eindeutig, wer die Deutungshohheid in der Öffentlichkeit hat, und das sind ganz sicher nicht wir Fans.
      Ich hab persönlich auch nix gegen Pyro, aber für die Öffentlichkeit ist Pyro halt gleich Randale. Da kann ich jetzt drüber rumjammern, dass ich von der bösen Öffentlichkeit immer falsch verstanden und vorverurteilt werde, oder ich verhalte mich halt so, dass es dazu gar keine Gelegenheit gibt. Die Reaktionen auf die Pyroaktion waren doch genau so zu erwarten. Oder hat jemand geglaubt, dafür gibt es das Bundesverdienstkreuz.
      not my sportlicher Leiter

      Sektion Gutmensch
      Team schwäbische Hausfrau
    • MutigerLöwe schrieb:

      Nochmal zum "Elfer" ... hab das von einem Augsburger auf tm.de geklaut >>> danke!
      Auf der off. DFB-Seite - Rubrik Schiedsrichter- " Das Handspiel in all seinen Facetten " - beschreibt Gagelmann u.a. zufällig haargenau die gestrige Szene ("die Hand eines vergeblich zum Kopfball hochsteigenden Spielers wird von hinten vom Gegenspieler angeköpft")

      Gagelmanns Meinung dazu: " Wenn der Verteidiger den Ball gar nicht sehen konnte, spricht dies (ebenfalls) gegen ein strafbares" ...
      Ernsthaft? Mh, für mich wars auch ein 11er aber die von dir beschriebene und nun offizielle Regelauslegung ist mir neu. Und lässt das dann auch in einem anderen Licht erscheinen.

      Für uns bitter, da ich selbst Verteidiger bin begrüße ich es aber :-)