Regionalliga-Reform

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    • Regionalliga-Reform

      Ich stelle den Beitrag mal in die Fankurve, da das Thema den TSV 1860 ja durchaus auch betrifft: Sowohl im Abstiegsfall als auch in der 3. Liga, wenn es darum geht, ob drei oder vier Mannschaften absteigen und/oder die 3. Liga evtl. im Zuge der Regionalliga-Reform erweitert wird.

      Es werden bereits einige Möglichkeiten diskutiert, wie die Reform der Regionalliga aussehen soll. Ziel ist es, dass alle Regionalliga-Meister aufsteigen sollen und die Fahrtstrecken für Viertligisten erträglich bleiben sollen. Wie sich herausstellt ist das die Quadratur des Kreises. Folgende Vorschläge stehen im Raum:

      1.) Man könnte die fünf Regionalligen beibehalten, alle fünf Meister aufsteigen lassen, die 3. Liga auf 22 Mannschaften aufstocken und die Anzahl der Absteiger aus der 3. Liga auf 5 erhöhen. Dagegen sträuben sich aber die Vereine der 3. Liga. Schließlich müssten dann die ohnehin verhältnismäßig knappen TV-Einnahmen unter noch mehr Vereinen aufgeteilt werden und die Planungssicherheit würde bei fünf Absteigern noch einmal erheblich vermindert. Die ohnehin schon hohe Insolvenzgefahr erhöht sich dadurch noch einmal. Insgesamt 42 Saisonspiele pro Club würden auch viele englische Wochen bedeuten, was weder Fan noch Mannschaft freut. Außerdem würde die mit Abstand größte Regionalliga aus dem Südwesten mit den anderen vieren gleichgestellt werden, obwohl sie deutlich mehr Vereine und Mitglieder vertritt. Diese Variante scheidet daher wohl aus.

      2.) Bei vielen Fans populär wäre die Lösung, die 3. Liga wieder in eine Nord- und Südstaffel einzuteilen. Problematisch ist hierbei, dass es bis 2022 einen TV-Vertrag mit der Deutschen Telekom zur aktuell eingleisigen 3. Liga gibt. Eine Zweiteilung würde die sportliche Qualität vermindern und den Aufwand für die Telekom erhöhen (da mehr Spiele). Des Weiteren würde eine Zweiteilung auch bedeuten, dass wieder mindestens 2x16=32 Vereine sich die TV-Einnahmen teilen müssten. Erneut würden finanzielle Nachteile für die aktuellen Drittligisten entstehen, die Lücke zur 2. Bundesliga würde sich vergrößern. Da die 3. Liga den Regionalligen durch einen vierten Absteiger in den beiden kommenden Saisons bereits entgegen gekommen ist, und die Auflösung der eingleisigen 3. Liga das Eingeständnis eines Scheiterns seitens des DFB wäre, scheint auch diese Variante ausgeschlossen.

      Also braucht es eine Verminderung der Anzahl der Regionalligen von fünf auf vier. Nur wie?

      3.) Man könnte Deutschland einfach in die vier geographisch ungefähr gleich großen Teile Nord (Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen), West (NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland), Ost (neue Länder+Berlin) und Süd (Bayern+Baden-Württemberg+Hessen) aufteilen. Problem hierbei: Der Norden und vor allem Osten des Landes sind deutlich dünner besiedelt als der Westen und Süden. Dementsprechend gibt es dort auch deutlich weniger Fußballvereine und weniger Vereinsmitglieder. Eine rein geographische Einteilung würde den Westen und Süden extrem benachteiligen und ist somit in den dortigen Verbänden nicht mehrheitsfähig.

      4.) Statt Deutschland in vier geographisch gleich große Teile zu unterteilen, könnte man versuchen, die Einteilung ungefähr nach Einwohnerzahlen, Verbandsmitgliedern oder der Anzahl der Vereine im jeweiligen Gebiet vorzunehmen. Eine mögliche Lösung wäre dann eine Regionalliga Nord (Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin), West (NRW), Südwest (Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen, Baden-Württemberg) und Südost (Bayern, Thüringen, Sachsen). Problem hier: Reisen vom Emsland in die Lausitz, vom Allgäu an die polnische Grenze, vom Schwarzwald in den Harz. 2012 wurde die Anzahl der Regionalligen von drei auf fünf erhöht, um genau solche Reisen für Amateurkicker in der höchsten Amateurklasse zu vermeiden. Wenn man dem Buschfunk vertraut, scheint das dennoch die wahrscheinlichste Lösung zu sein. Das würde aber womöglich zum massenhaften Regionalliga-Verzicht von Vereinen gerade aus dem Norden und Osten führen. Eine erneute Reform wäre eine Frage der Zeit. Blöd.

      5.) Stattdessen könnte man sich von der starren Einteilung der Vereine nach Landesverbänden oder Bundesländern lösen und die Regionalligisten so in vier Ligen einteilen, dass die Summe der Fahrtkilometer aller Mannschaften minimiert wird. Diese Lösung scheint aber in den Landesverbänden unpopulär zu sein, weil sie die Gestaltung der Auf- und Abstiegsregelung in den darunter liegenden Ligen erschwert und Landesverbände geteilt werden würden. Ein Beispiel: Es könnte passieren, dass aus allen vier Regionalligen hessische Vereine in die Hessenliga absteigen. Die Planung der nachfolgenden Saison der Hessenliga wäre praktisch unmöglich. Außerdem hätte man dann wieder Fälle wie vor 2012, dass Vereine einzeln aus ihrem Verbandsgebiet gelöst werden, wie z.B. Mannheim 2010, das damals plötzlich in der West-Liga landete. Und auch weite Reisen wären bei dieser Regelung immer noch sehr wahrscheinlich.

      6.) Die Übergangslösung wird zur Dauerlösung: Der Südwesten bekommt einen festen Aufsteiger, zwei weitere Regionalligen auch, und die restlichen beiden Regionalligen spielen Relegation. Wer wann aufsteigt wird alle zwei Jahre ausgelost. Problem: Ein Meister steigt gar nicht, zwei Vereine durch pures Losglück auf.

      Das ist also alles nix und keine deutliche Verbesserung zur aktuellen Situation. Es ist also a bisserl Kreativität gefragt, mir persönlich gefällt daher dieser Vorschlag ganz gut:

      7.) Erweiterung auf sechs Regionalligen durch Trennung des Südwestens in zwei Ligen. Verminderung der Mannschaften pro Regionalliga auf 14 (6 Regionalligen x 14 Vereine = 84 Vereine, statt bisher 5x18=90 Vereine). In allen Ligen gibt es eine Vorrunde aus Hin- und Rückspiel (26 Spiele) bis März. Die ersten Sechs jeder Liga qualifizieren sich für die Aufstiegsrunde, in der sie auf die ersten sechs Vereine einer (!) anderen Regionalliga treffen. Insgesamt gibt es also drei Aufstiegsrunden à 12 Vereine. In der Aufstiegsrunde gibt es Hin- und Rückspiel gegen alle ersten Sechs der anderen Regionalliga, die Ergebnisse gegen die qualifizierten Vereine aus der eigenen Regionalliga werden in die Aufstiegsrunde mitgenommen. Somit käme man auf 38 Spiele pro Saison (26 Vorrunde+2x6 Aufstiegsrunde). Die Meister der drei Aufstiegsrunden qualifizieren sich für die 3. Liga. Die Vereine der Plätze 7-14 spielen in ihrer eigenen Regionalliga die Absteiger aus, das heißt es gibt keine Verzahnung mit einer anderen Regionalliga, um kleineren, strukturschwächeren Vereinen lange Fahrten zu ersparen. Damit wären alle Wünsche erfüllt: Meister steigen auf, Aufstieg durch sportliche Konstanz und nicht oftmals Glück oder Pech in 2x90 Minuten, weiterhin kurze Fahrten in Liga 4, nur drei Absteiger und damit höhere Planungssicherheit in Liga 3.


      Was gibt es hier für Meinungen zur Regionalliga-Reform?
      Ein Verein der hat es gar nicht leicht
      Wenn er will dass er sein Ziel erreicht
      Aber wir, wir sind da fein heraus
      Und geben einfach noch ein paar Genussscheine aus


      Inhalt des Kooperationsvertrages zwischen 1860 München und Hasan Ismaik
    • Der Vorschlag sieht wirklich kreativ aus und bietet gar nicht mal so viele Angriffspunkte. "Meister" stimmt als Begriff zwar nur noch bedingt bei einem solchen "Liga-innerhalb-der-Ligen" - Ansatz, aber es scheint bedeutend fairer als Lotterien.
      Der einzige Einwurf, den ich aus der Beobachtung dieser Saison hätte, ist, dass man mit dem Beginn der Aufstiegsrunde Probleme bekommen kann wenn der Winter wieder so lang geht. Aber das sollte mit etwas mehr Flexibilität lösbar sein, oder?
    • Eine Reform ist dringend notwendig! Nicht nur wegen dieser Relegation, die für Saarbrücken oder Weiche Flensburg eine ganze Saison wertlos gemacht hat. Man stelle sich vor, Uerdingen kriegt jetzt höchstwahrscheinlich keine Lizenz und Waldhof steigt deswegen als Vizemeister auf, während Meister Saarbrücken in die Röhre schaut! Unmöglich!

      Wieso nicht einfach 4 RL: Bayern, Thüringen, Sachsen – BaWü, Saarland, RLP, Südhessen - NRW, Nordhessen, Niedersachsen, Bremen – Schleswig, HH, Meck, Sachsen-Anhalt, Berlin

      Und Ende! Klar würde das für Pippinsried, Rosenheim, Memmingen mehr Kosten bedeuten, aber wenn man nach Bayreuth oder Schweinfurt muss, kann man auch nach Erfurt, Chemnitz oder Leipzig fahren, so viel mehr braucht da jetzt ein Reisbus auch nicht an Sprit.

      Wenn ich dann höre "Ja in der RL Südwest sind viel mehr und bessere Vereine als in Bayern!" - SO WHAT? Ich dachte das wäre ein sportlicher Wettbewerb, nur die besten können sich eben durchsetzen, dann ist das eben so! Dann haut's halt einige "Dorfvereine" in Südwest in die 5. Liga. Die 4. Liga, also die höchste Liga der Amateurstufe könnte dadurch viel mehr Wert, auch bei den Fans gewinnen, wenn da plötzlich Hessen Kassel antanzt und nicht Steinbach oder Stadtallendorf, und jeder Verein wäre in der Pflicht, nicht nur aus Spaß an der Freude irgendwo mitzuspielen sondern auch professionelle Strukturen in seinen Haufen zu bekommen, v.a. dann, wenn das Ziel mal 3. Liga heißen sollte, wo ja eigentlich jeder hin wlll.

      Wenn man sieht, wieviele Vereine in den RL schon mit professionellen Strukturen arbeiten, dann wäre das der nächste Schritt. So jedenfalls mit dieser Relegation wie sie bisher war und wie sie zukünftig sein wird, ist das Schwachsinn in Dosen!
    • JohnSausage wrote:

      Der Vorschlag sieht wirklich kreativ aus und bietet gar nicht mal so viele Angriffspunkte. "Meister" stimmt als Begriff zwar nur noch bedingt bei einem solchen "Liga-innerhalb-der-Ligen" - Ansatz, aber es scheint bedeutend fairer als Lotterien.
      Der einzige Einwurf, den ich aus der Beobachtung dieser Saison hätte, ist, dass man mit dem Beginn der Aufstiegsrunde Probleme bekommen kann wenn der Winter wieder so lang geht. Aber das sollte mit etwas mehr Flexibilität lösbar sein, oder?
      Auch an diesem Vorschlag ("7") gibt's leider mehrere Haken. Zum Beispiel die Planbarkeit. Wenn du bspw. als VFC Plauen unerwartet in der Aufstiegsrunde landest, kann es passieren, dass du plötzlich nach Flensburg, Kiel und Neumünster reisen musst, ohne dass diese Kosten im vor der Saison geplanten Budget enthalten sind. Wenn Dir das niemand bezahlt ist das Ergebnis der Verzicht auf die Aufstiegsrunde. Wenn dann ein ambitionierterer Verein in der Tabelle hinter Plauen steht, öffnet man unsportlichen Deals à la "verzichtet ihr und wir spendieren euch einen neuen 10er" Tür und Tor. Wenn Garching - so wie es diese Saison der Fall gewesen wäre - in der Aufstiegsrunde landet und plötzlich Waldhof Mannheim oder den BFC Dynamo im Stadion am See stehen, mitsamt der ganzen polizeilichen Auflagen, die das mit sich bringt, überlegst du dir vielleicht als Dorfclub auch zweimal, ob das jetzt wirklich sein muss, wenn man die 3. Liga ohnehin nicht schultern kann. Gerade in Bayern wird es schwer, überhaupt sechs Vereine zu finden, die eine solche Aufstiegsrunde mitmachen wollten. Bayern, Schweinfurt, und das war's. Ähnliche Probleme könnte ein geteilter Südwesten haben. Das Ergebnis dessen wäre die sportliche Entwertung und somit Langeweile in der Vorrunde von Juli bis März.

      Banana Joe wrote:

      Wieso nicht einfach 4 RL: Bayern, Thüringen, Sachsen – BaWü, Saarland, RLP, Südhessen - NRW, Nordhessen, Niedersachsen, Bremen – Schleswig, HH, Meck, Sachsen-Anhalt, Berlin
      Und Ende! Klar würde das für Pippinsried, Rosenheim, Memmingen mehr Kosten bedeuten, aber wenn man nach Bayreuth oder Schweinfurt muss, kann man auch nach Erfurt, Chemnitz oder Leipzig fahren, so viel mehr braucht da jetzt ein Reisbus auch nicht an Sprit.

      Wenn ich dann höre "Ja in der RL Südwest sind viel mehr und bessere Vereine als in Bayern!" - SO WHAT? Ich dachte das wäre ein sportlicher Wettbewerb, nur die besten können sich eben durchsetzen, dann ist das eben so! Dann haut's halt einige "Dorfvereine" in Südwest in die 5. Liga. Die 4. Liga, also die höchste Liga der Amateurstufe könnte dadurch viel mehr Wert, auch bei den Fans gewinnen, wenn da plötzlich Hessen Kassel antanzt und nicht Steinbach oder Stadtallendorf, und jeder Verein wäre in der Pflicht, nicht nur aus Spaß an der Freude irgendwo mitzuspielen sondern auch professionelle Strukturen in seinen Haufen zu bekommen, v.a. dann, wenn das Ziel mal 3. Liga heißen sollte, wo ja eigentlich jeder hin wlll.

      Wenn man sieht, wieviele Vereine in den RL schon mit professionellen Strukturen arbeiten, dann wäre das der nächste Schritt. So jedenfalls mit dieser Relegation wie sie bisher war und wie sie zukünftig sein wird, ist das Schwachsinn in Dosen!
      Hierbei gibt es zwei Probleme: Erstens, dass die Verbände versuchen werden, eine Lösung zu finden, die niemanden extrem benachteiligt wird, und Zweitens, dass es einen gültigen Beschluss gibt, Landesverbände und Bundesländer nicht zu trennen.

      Dieser konkrete Vorschlag stellt eine extreme sportliche Erschwerung für die Vereine aus NRW, Bremen und Niedersachsen dar, während die Nordostliga sehr einfach ausschaut. Der hessische Fußballverband würde getrennt werden. Auch der nordostdeutsche Fußballverband versucht scheinbar zu verhindern, dass Thüringen/Sachsen von MeckPomm, Sachsen-Anhalt und Berlin-Brandenburg getrennt werden. Hierfür eine Mehrheit zu bekommen dürfte also unmöglich sein.

      Man muss bei der Forderung nach professionellen Strukturen auch aufpassen, dass man kleinere Vereine nicht überfordert. Das ist ja bereits jetzt einigermaßen grenzwertig, wenn man sich zum Beispiel anschaut dass Vereine wie Unterföhring, Pullach oder der Hamburgliga-Serienmeister Dassendorf, die sportlich gut arbeiten, bereits jetzt die 4. Liga meiden. Man sollte Amateurvereine nicht mit immer noch mehr Auflagen belasten.
      Ein Verein der hat es gar nicht leicht
      Wenn er will dass er sein Ziel erreicht
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      Inhalt des Kooperationsvertrages zwischen 1860 München und Hasan Ismaik
    • Dann soll der DFB ganz einfach auch dir "Herrschaft" über die höchsten deutsche Amateurspielklasse, sprich die Regionalligen, übernehmen! Wen interessiert, was irgendwelche Landesverbände aus persönlicher Eitelkeit wollen? Irgendwann wird es bei uns auch kommen wie in England, dort geht's im Prinzip bis in die League 2 mit den Profibedingungen runter, was in etwa vergleichbar ist mit unseren Regionalligen.

      Die Landesverbände sollen sich dann um ihre Landes- und Bezirksligen kümmern, da ist es dann egal ob die Meister der jeweiligen Region dann nach Hessen Nord oder Hessen Süd aufsteigen.

      Diese ganzen Landesverbände sind doch das Grundübel, da sagt der eine "Wir haben die meisten organisierten Mitglieder und verdienen mindestens einen fixen Aufsteiger", der andere sagt "In den letzten 4 Jahren ist immer eine Mannschaft aus unserem Verband aufgestiegen, wir verdienen einen fixen Aufsteiger", dann kommt Nordost daher und meint "Wir sind eine strukturschwache Region, ein fixer Aufsteiger würde unseren Verband aufwerten!".

      JA GEHT'S NOCH?

      Um hier Fairness einzustellen gibt's eigentlich nur 2 Möglichkeiten: Entweder man reduziert die Anzahl der Regionalligen auf max. 4 oder man haut pro Saison aus der 3. Liga 5 Teams raus! Kann sich ja jeder Landesverband dann selbst überlegen, was er möchte, viel Spaß mit den Diskussionen der Drittligamannschaften, die über 5 Absteiger nicht wirklich begeistert wären.

      Die jetzige und die zukünftige Relegationsregelung sind und bleiben Bockmist!

      EDIT: eine weitere Möglichkeit wäre das Prinzip Holland. Mann bildet aus den 5 RL Meistern eine Relegationsliga, wo jeder gegen jeden zuhause und auswärts antritt und von diesen 5 Teams steigen die 3 besten auf, die 2 schlechtesten waren halt nicht gut genug und hätten so oder so keinen Aufstieg verdient gehabt.

      EDIT 2: Und zum Argument, die kleineren Vereine wollen sich die Kosten nicht antun oder haben auf ihrem Dorfplatz nicht die notwendigen Mittel bzgl. Sicherheitsaspekten.Jedes Bundesland hat Stadien, welche für solche Spiele ausgelegt wären, Ingolstadt, Augsburg, Regensburg, Heidenheim, Sandhausen, Kassel, Berlin, Cottbus. So eine Relegationsrunde könnte also durchaus auch auf "neutralem Grund" stattfinden, zahlen müssen das natürlich die Landesverbände, diese stellen ja auch gerne Forderungen, also können sie auch gleich mal was leisten! Und sollten Mannschaften wie Garching oder Pippinsried jemals eine Aufstiegsrunde erreichen, ein Sponsor, der die notwendigen Auswärtsfahrten bezahlt, wäre u.U. schnell gefunden.

      The post was edited 2 times, last by Banana Joe ().

    • Warum nicht einfach die 3. Liga mit der bisherigen Anzahl belassen und 5 Absteiger einführen? Direkte Aufsteiger wären die 5 Meister der Regionalligen. Das mit der Planungssicherheit ist mE eine Ausrede. Die wenigsten Vereine planen über mehrere Jahre im Voraus. Die meisten Vereine stellen ein Jahresbudget auf, hoffen dass entsprechende Sponsoren und Zuschauer kommen und beten, dass es die Saison über reicht. Steigt man ab, plant man halt die nächste Saison für die RL. Wo liegt das Problem?
    • Max Mustermann wrote:

      Warum nicht einfach die 3. Liga mit der bisherigen Anzahl belassen und 5 Absteiger einführen? Direkte Aufsteiger wären die 5 Meister der Regionalligen. Das mit der Planungssicherheit ist mE eine Ausrede. Die wenigsten Vereine planen über mehrere Jahre im Voraus. Die meisten Vereine stellen ein Jahresbudget auf, hoffen dass entsprechende Sponsoren und Zuschauer kommen und beten, dass es die Saison über reicht. Steigt man ab, plant man halt die nächste Saison für die RL. Wo liegt das Problem?
      Genauso isses. Wäre auch aus meiner Sicht die einfachste und beste Variante...
    • Max Mustermann wrote:

      Warum nicht einfach die 3. Liga mit der bisherigen Anzahl belassen und 5 Absteiger einführen? Direkte Aufsteiger wären die 5 Meister der Regionalligen. Das mit der Planungssicherheit ist mE eine Ausrede. Die wenigsten Vereine planen über mehrere Jahre im Voraus. Die meisten Vereine stellen ein Jahresbudget auf, hoffen dass entsprechende Sponsoren und Zuschauer kommen und beten, dass es die Saison über reicht. Steigt man ab, plant man halt die nächste Saison für die RL. Wo liegt das Problem?
      Ein weiteres Problem bei dieser Lösung wäre, dass die Verbände aus Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg der aktuellen Regionalligaeinteilung, die sie stark benachteiligt, nur zugestimmt haben, weil man ihnen einen zweiten Relegationsplatz zugestanden hat. Ich persönlich hielte es für unfair, wenn diese vier ja meist relativ großen und bevölkerungsreichen Bundesländer und Verbände gleichgestellt würden mit nur einem Bundesland (Bayern, NRW) oder dem dünn besiedelten Norden und Osten.

      Ein paar Zahlen um das zu untermauern:

      Regionalligen nach Einwohnern:
      Südwest: 22,228 Mio.
      West: 17,890 Mio.
      Nordost: 16,157 Mio.
      Nord: 13,317 Mio.
      Bayern: 12,931 Mio.

      Regionalligen nach Anzahl der Vereine:
      Südwest: 7656
      West: 4662
      Bayern: 4624
      Nordost: 4350
      Nord: 3783

      Regionalligen nach Anzahl der Vereinsmitglieder:
      Südwest: 2,024 Mio.
      West: 1,648 Mio.
      Bayern: 1,588 Mio.
      Nord: 1,057 Mio.
      Nordost: 0,635 Mio.

      Quellen:
      de.wikipedia.org/wiki/Liste_de…schen_Fu%C3%9Fball-Bundes
      de.statista.com/statistik/date…zahl-nach-bundeslaendern/

      Natürlich wird man nie eine Regionalligaeinteilung finden, in denen diese Zahlen komplett angeglichen sind. Aktuell hat man aber - egal welches Kriterium man nimmt - eine dermaßene Ungleichverteilung zu Lasten des Südwestens, dass es meiner Meinung nach nicht zu rechtfertigen ist, die aktuell fünf Regionalligen so zu belassen und über einen festen Aufstiegsplatz sportlich gleichzustellen.
      Ein Verein der hat es gar nicht leicht
      Wenn er will dass er sein Ziel erreicht
      Aber wir, wir sind da fein heraus
      Und geben einfach noch ein paar Genussscheine aus


      Inhalt des Kooperationsvertrages zwischen 1860 München und Hasan Ismaik
    • Das eigentliche Drama ist doch das Teilungsverhältnis. Normalerweise teilen sich niedrigklassigere Ligen das Gebiet der Höherklassigen im Verhältnis 1:2 oder 1:3. Zwischen Dritter Liga und RL ist es aber 1:5, und das bekommt man eben nie sauber hin mit dern Aufstiegsaspiranten.

      Also nimmt man irgendeine der genannten Zwischenlösungen, und wenn '22 der Telekomvertrag ausläuft, teilt man in zwei 3. Ligen. Das senkt meinetwegen das sportliche Niveau für die Fernsehzuschauer, aber es erlaubt mehr Derbies und reduziert die Reisekosten der Mannschaften.

      The post was edited 1 time, last by Bauerngirgel ().

    • Habe mir auch gedacht dass eine saubere Lösung wohl nur über eine Teilung der 3. Liga möglich ist. Alles andere führt nur zu faulen Kompromissen indem man auf Teufelkommraus das Verhältnis der Bewohner, Vereine, aktive Fußballer etc. gewichten möchte ...
    • Ich glaube, dass das mit den 4 Ligen auf jeden Fall funktionieren kann, wenn auch der Wille dazu da ist.
      Mein Favorit wäre eine Aufteilung nach Entfernung, damit kleinere Vereine nicht übermäßig weit fahren müssen. In diese Aufteilung müsste dann aber auch die Trennung in Bundesländer und Verbände mit einfließen, um die Regelungen mit den niedrigeren Ligen nicht unnötig zu verkomplizieren.
      Durch die Vergrößerung der Leistungsdichte (4 statt 5 Ligen) steigt dann auch automatisch das Niveau, sowie dadurch das mediale Interesse. Somit sollten die geringfügig weiteren Fahrten mittelfristig auch kein allzu großes Problem darstellen.
      Und wenn der DFB UND die Landesverbände das ernsthaft angehen, geht das auch!

      Display Spoiler
      ...man wird ja wohl mal hoffen dürfen :D
    • Neues
      muenchnerloewen.de/aktuelles.html
      Dort ist auch ne PDF abgestellt mit dem Vorschlag der deutschlandweiten fanszenen. Es soll nach ihnen auf die struktur von 1995-2000 hinauslaufen.

      Münchner Löwen wrote:



      Vier Ligen, vier Meister – Regionalliga Reform jetzt!


      „Meister müssen aufsteigen!“ lautet die Forderung, die in den letzten Jahren regelmäßig in deutschen Stadien propagiert wurde, was deutlich zeigt, wie allgegenwärtig die Problematik rund um die Aufstiegsregelung der Regionalligen ist. Einhergehend mit der bisweilen letzten Reform 2012, wurde die zuvor dreigleisige Regionalliga fünfgleisig. Dies hatte zur Folge, dass die drei bestehenden Aufstiegsplätze in einer Relegationsrunde ausgespielt werden, bestehend aus den Meistern jeder Liga und dem Zweiten der mitgliederstärksten Regionalliga Südwest. In der Konsequenz wurde damit der Ertrag einer gesamten Saison von Hin- und Rückspiel in der Relegation abhängig gemacht. Ein solches Verfahren ist mit den Grundsätzen des Sportes in keiner Weise vereinbar, ganz zu schweigen von den wirtschaftlich, teils existenziellen, Konsequenzen, die ein solcher Verbleib in der Regionalliga für die, oftmals ohnehin schon klammen, Vereine nach sich zieht.

      Im Laufe der vergangenen Jahre kam auch bei immer mehr Funktionären langsam, aber sicher die Einsicht, dass der Status quo nicht weiter hinnehmbar ist, sodass die Weichen für eine erneute Reform gestellt werden sollten.

      Die Möglichkeit dies mit Inhalt zu füllen, wurde aufgrund von Eitelkeiten innerhalb der Verbände und diverser anderer Unzulänglichkeiten verpasst. Vielmehr gab es eine Übergangslösung, die dem Fairnesscharakter nicht im Ansatz gerecht wird und die Vereine teils sogar zu einem Wettrüsten animiert, bei dem die Vereine gezwungen sind, ein hohes finanzielles Risiko einzugehen. Eine vom DFB ins Leben gerufene „ad-hoc AG“ machte nur durch mangelnde Transparenz, fehlende Kommunikation, Statements, die im Anschluss wieder revidiert wurden und durch ihre Auflösung, mangels neuer Lösungsansätzen, von sich reden.

      Bereits zuvor hatte sich im Zuge des Zusammenschlusses „Fanszenen Deutschlands“ eine, eigens für diese Thematik geschaffene, Arbeitsgruppe eingefunden. Das erklärte Ziel war es die Notwendigkeit einer Reform präsent zu halten und die damit verbundenen Probleme auszuwerten. Mit einem Fragebogen für Vereine und Fanszenen, sowie mit persönlichen Gesprächen, wurde versucht eine mögliche Reform, unter Betrachtung aller problematischer Gesichtspunkte, zu evaluieren. Hieraus resultierend wurden Kernpunkte erarbeitet, die aus unserer Sicht für eine Regionalliga Reform unerlässlich sind, wenn man vermeiden will, sich in absehbarer Zeit mit einer erneuten Reform befassen zu müssen.
      Die Kernpunkte und die Auswertungen der Fragebögen, wurden der ad-hoc-AG des DFB in einem persönlichen Austausch offengelegt. Dieser Austausch ist als
      unzufriedenstellend zu bewerten, da immer wieder die Verantwortung von sich gewiesen wurde und auch die von uns gewonnenen Erkenntnisse nicht
      ausreichend weiterverwertet wurden.
      Bis zum heutigen Tage liegt noch nicht ein einziger fundierter Reformvorschlag vor, vielmehr scheint es als hätten sich die Fronten zwischen den Beteiligten
      weiter verhärtet und das sich gegenseitig ausgesprochene Vertrauen scheint erloschen. Insbesondere die Rücknahme des Eingeständnisses, eines weiteren
      Absteigers in Liga 3, zugunsten einer Reform mit vier Ligen und vier Aufsteigern, ist eine mehr als deutliche Reaktion auf die stagnierenden Fortschritte.
      Durch diese Entwicklung bestärkt ist es uns ein Anliegen, nunmehr einen eigenen Reformvorschlag zur Debatte zu stellen.
      Dieser befasst sich neben der Kernproblematik „Aufstiegsregelung“, auch mit grundsätzlichen Problemen, wie fehlende ligaübergreifende Strukturen, der
      geografischen Aufteilung der Ligen und der Rolle von Zweitvertretungen innerhalb der Liga.
      Wir hoffen, dass durch diesen Reformvorschlag nunmehr eine Grundlage gegeben ist, um sich endlich tiefgehend und ergebnisorientiert mit der Situation
      zu befassen. Die Regionalliga, in ihrer Form als Schnittstelle zwischen Amateurund Profifußball, hat in den vergangenen Jahren an immer größerer Bedeutung gewonnen und sollte daher nicht weiter als Bühne für Unvermögen und Eitelkeiten der Funktionäre herhalten müssen. Viel eher sollte sie von Werten der sportlichen Fairness und Chancengleichheit geprägt sein. Daher fordern wir alle Beteiligten auf, persönliche Empfindlichkeiten hinter diesen Werten hintenanzustellen und basierend auf diesem Reformvorschlag eine Lösung zu erarbeiten in denen sich alle Beteiligten wiederfinden können.
      FREIHEIT FÜR 60 UND NACH GIESING ZURÜCK!
      60 IST DER GEILSTE CLUB DER WELT! OHNE HASAN!
    • Alexscorps wrote:

      So jetzt ist genau das eingetroffen was ich von Anfang an vorhergesagt habe: Es bleibt für die RL-BAYERN bei der Relegation. Nix ist es mit dem versprochenen Direktaufstieg des Meisters. Drecks Verbandsheuchler!
      War zu befürchten ! Es gab ja eigentlich eine gute Idee vom VFB Lübeck
      die 3. Liga auf 22 Mannschaften zu erhöhen mit 5 Absteigern. Dann
      würden alle RL Meister aufsteigen
    • Die 3. Liga hat sich doch ganz deutlich gegen fünf Absteiger ausgesprochen. Wir übrigens auch. Du hast halt das Problem mit einer deutschlandweiten Liga und zu vielen Regionalligen darunter. Das einzige, was den Konflikt sofort befrieden könnte: Zwei 3. Ligen - Nord und Süd. Dann steigen in jedem Fall die Meister der Regionalligen auf. Und vielleicht hat dann sogar der Vize noch eine Chance mittels Aufstiegsspiele.
    • Eine große Schwächung der 3. Liga seh ich nicht. Mehr Derbys sorgen ja auch für größeres Interesse. Auch die dritten Programme konzentrieren sich ja jetzt schon häufig auf die regionalen Duelle.
      Ich würde die Meister aufsteigen lassen. Und die Vizemeister gegen den 15. und 16. der zweiten Liga zwei Plätze ausspielen lassen. Oder halt die Vizemeister gegeneinander und drei Absteiger aus Liga 2.
    • Wuppertaler. wrote:

      Alexscorps wrote:

      So jetzt ist genau das eingetroffen was ich von Anfang an vorhergesagt habe: Es bleibt für die RL-BAYERN bei der Relegation. Nix ist es mit dem versprochenen Direktaufstieg des Meisters. Drecks Verbandsheuchler!
      War zu befürchten ! Es gab ja eigentlich eine gute Idee vom VFB Lübeckdie 3. Liga auf 22 Mannschaften zu erhöhen mit 5 Absteigern. Dann
      würden alle RL Meister aufsteigen
      Wäre auch dafür. Und alle 22 Drittligisten zusätzlich automatisch im DFB-Pokal teilnehmen lassen. Sind schließlich Profimannschaften.
      Durch die fehlende Teilnahme beim Landespokal kann man auch 4 Spieltage mehr in der dritten Liga verkraften.