Euro 2024

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    • Am Donnerstag entscheiden die 18 Mitglieder des UEFA-Exekutivkommitees, in welchem Land die Europameisterschaft 2024 stattfinden soll. Beworben haben sich Deutschland und die Türkei. Sollte Deutschland den Zuschlag bekommen, finden die Spiele in München, Berlin, Hamburg, Dortmund, Gelsenkirchen, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf und Leipzig statt. Die Koalition aus CDU, CSU und SPD gewährt der UEFA Medienberichten zufolge Einkommens- und Körperschaftsteuerfreiheit für die Einkünfte während des Turniers: rtl.de/cms/euro-2024-bundesreg…euerfreiheit-4146645.html
      Während des Turniers gibt es im Umkreis von 500 Metern um die Stadien sogenannte "kommerzielle Zonen", in denen politische oder religiöse Kundgebungen verboten sind. Die Austragungsstädte, u.a. also auch München, müssen sich des Weiteren verpflichten, Gesetze zu erlassen, die UEFA-Vermarktungsrechte schützen. Wirten im Stadionumfeld soll die Übertragung der Spiele untersagt werden:
      n-tv.de/sport/fussball/Fussbal…sich-article20041734.html

      Wie die Türkei innenpolitisch mit derartigen Auflagen umgeht, ist die Sache der Türkei. In Deutschland möchte ich sowas allerdings nicht haben.

      Wollen wir große Turniere in Ländern zu haben, die Menschenrechte, Demokratie und Pressefreiheit achten, wenn die hinter diesen Turnieren stehenden Verbände diese Länder zwingen, wichtige Teile der eigenen Rechtsordnung außer Kraft zu setzen?
      Ein Verein der hat es gar nicht leicht
      Wenn er will dass er sein Ziel erreicht
      Aber wir, wir sind da fein heraus
      Und geben einfach noch ein paar Genussscheine aus


      Inhalt des Kooperationsvertrages zwischen 1860 München und Hasan Ismaik
    • Ich will den Scheiß genausowenig haben wie 2006. Aber die Steuerfreiheit scheint nicht zu stimmen:

      Evaluationsbericht der UEFA wrote:

      Sämtliche Steuergarantien wurden von denzuständigen staatlichen Behörden mit gewissenÄnderungen unterzeichnet. Insbesondere habendie deutschen Behörden die Steuerbefreiunggestrichen, die für eine in Deutschland ansässige,mit der Vorbereitung, Ausrichtung undAbwicklung der UEFA EURO 2024 betrauteOrganisation gelten sollte. Entsprechend würdeauf etwaige Gewinne der allgemein geltendeKörperschaftssteuersatz erhoben.
      Ob das leicht oder schwierig auszuhebeln ist, weiß ich leider nicht.
    • es heißt im text: "für eine in Deutschland ansässige ... Organisation"
      die UEFA ist keine dt. orga. sofern alle verträge auf/über die UEFA laufen,
      sollte eine aushebelung möglich sein.

      eine vergabe an die Türkei stände in tradition von vergaben an diktaturen.
      *zynischgrins*

      für den steuerzahler wäre eine vergabe an D ein verlustgeschäft.
      dazu sind die im ntv-bericht genannten forderungen m.E. rechts- bis verfassungswidrig.

      NördlingerLöwe wrote:

      ... In Deutschland möchte ich sowas allerdings nicht haben.
      *zustimm*, nur: das dürfte die "volksvertreter"/DFB wohl kaum interessieren ...
      Wollen wir große Turniere in Ländern zu haben, die Menschenrechte, Demokratie und Pressefreiheit achten, wenn die hinter diesen Turnieren stehenden Verbände diese Länder zwingen, wichtige Teile der eigenen Rechtsordnung außer Kraft zu setzen.
      ich/wir vllt. nicht, nur: zumindest. in D wird ja keiner gezwungen ;)
      es stellt sich die frage, inwieweit verfassungsrecht sowie die nachrangige rechtslage oftmals noch anwendung findet, bsp. hierfür sind in anderen threads bereits diskutiert. warum sollte es bei der EURO anders sein.
      @DFB/Stadt FaM: vgl. auch causa galopprennbahn frankfurt-niederrad.
      Out beyond ideas of wrongdoing and rightdoing, there is a field.
      I’ll meet you there.
      (Dschalāl ad-Dīn Muhammad ar-Rūmī )

      The post was edited 2 times, last by Revierloewe ().