Interview von Hasan Ismaik im Bayerischen Fernsehen (06.11.2019)

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    • Interview von Hasan Ismaik im Bayerischen Fernsehen (06.11.2019)

      Bitte erlaubt mir, hierfür einen eigenen Thread zu eröffnen; ich finde, das Interview ist so ein großes Fass, dass dies gerechtfertigt ist.

      Hier ist der Link zum ersten Teil.

      Hier ist der Link zum zweiten Teil.

      Im Folgenden will ich meine Kommentare zu den einzelnen Aussagen abgeben und bitte gerne um Ergänzung. Diskussionen sind natürlich wie immer erlaubt und gerne gesehen.
    • BR wrote:


      DominikVischer: Daniel Bierofka hat sein Engagement beim TSV 1860 München beendet. Sie haben noch versucht ihn umzustimmen. Wie war das Treffen?
      Hasan Ismaik: Es warleider ein trauriges Treffen, da Daniel den Verein endgültigverlassen hat. Das Gespräch war ein Versuch, ihn vielleicht dochnoch zu überzeugen, bei 1860 zu bleiben. Aber, die Art und Weise,wie mit Daniel umgangenen wurde, wie man nicht nur ihn, sondern auchseine Frau und seine Kinder, seine Familie diesem Druck ausgesetzthat, war das entscheidende. Es ist beschämend und traurig, dass manso mit einer Person und vor allem mit seiner Familie umgegangen ist.Es ist bei 1860 leider so, dass der Erfolgreiche und Ambitionierte sobehandelt wird.


      Dominik Vischer:Wie haben Sie DanielBierofka gestern erlebt? Wie emotional war es?
      Ismaik: Daniel war sehrenttäuscht, davon wie mit ihm umgegangen wurde. Dabei ist es mitDaniel eigentlich sehr leicht: Er hat klare Vorstellungen und brauchtnur ein gutes Umfeld, in dem er in Ruhe arbeiten kann. Ich will einesklar stellen: Ich habe keine wirklich persönliche Beziehung zuDaniel Bierofka. Wir treffen uns vielleicht einmal im Jahr. Aber ichwar immer ein Fan seiner Arbeit. Wir erinnern uns, dass er zweimal inder Relegation geholfen hat, dass zweimal auch geschafft hat - da hatmeine Bewunderung für ihn und seine Arbeit angefangen. Auch hat erden direkten Aufstieg nach dem Absturz in die 4. Liga geschafft - ichbin eher ein Fan von ihm, als der Mehrheitsgesellschafter oder seinArbeitgeber."
      "Er...brauchtnur ein gutes Umfeld, in dem er in Ruhe arbeiten kann. "
      Ok, warum haben Sie dann zugelassen, dass er z.B. bei DB24 stest im Fokus stand? Meinen Sie nicht, diese Hochstilisierung seiner Tätigkeit, diese extreme Aufmerksamkeit hat Herrn Bierofka geschadet?

      "Auch hat erden direkten Aufstieg nach dem Absturz in die 4. Liga geschafft."

      Den Absturz, den Sie - mit Verlaub - kräftig unterstützt haben. Mit etwas mehr Sachverstand in der Saison 2016/2017 und/oder mit einer Finanzspritze nach dem sportlichen Abstieg wäre 1860 nie in der regionalliga gelandet...
    • BR wrote:


      Vischer: Sie haben auchDrohungen gegen die Familie von Daniel Bierofka erwähnt. Gibt es dakonkrete Vorwürfe?
      Ismaik: Ich weiß nicht,ob Daniel möchte, dass ich darüber spreche. Ich habe nicht dasRecht dazu, darüber zu sprechen. Ich kann nur sagen, dass dieEntscheidung von Daniel in erster Linie für seine Familie war ...Ich kann nur sagen, dass seine Familie, sein Vater, seine Frau undseine Kinder mit hinein gezogen wurden und er an diesem Punkt gesagthat 'Familie geht vor' und er daraufhin seine Entscheidung getroffenhat. Ich habe gestern, nachdem ich mich mit Daniel Bierofka getroffenhabe und seine Entscheidung feststand, auf Facebook gepostet.
      Diesen Post habe ich in Trauergeschrieben. Ich habe mit Absicht ein Bild von ihm und Jürgen Kloppverwendet, weil ich in Daniel viele Eigenschaften von Jürgen Kloppsehe. Ich glaube, dass Daniel eine ebenso große Zukunft vor sich hatund ein ebenso großes Potenzial. Ich würde mir wünschen, ihn einesTages in so einer großen Rolle sehen zu können. Sicherlich wird dasZeit brauchen, er wird an sich arbeiten und weiterentwickeln müssen,aber ich sehe das Potenzial in ihm. Ich wünsche ihm, dass er einesTages seine Ziele erreichen kann, weshalb ich auch Verständnis fürseine Entscheidung habe, denn die Gegebenheiten dafür sind bei 1860nicht da. Es stagniert, es geht nichts voran und es ist für Danielsweitere Entwicklung momentan besser, dass er diese Entscheidunggetroffen hat.
      "Ich weiß nicht,ob Daniel möchte, dass ich darüber spreche. Ich habe nicht dasRecht dazu, darüber zu sprechen. "

      Aber Sie haben es doch bereits angesprochen und über die Medien verbreitet?!

      "Es stagniert, es geht nichts voran und es ist für Danielsweitere Entwicklung momentan besser, dass er diese Entscheidunggetroffen hat."
      Warum wollten Sie Daniel Bierofka dann aufhalten? Sehen Sie hier keinen Widerspruch?


    • Es wird mit Sicherheit negative Auswirkungen haben - das Trainer-Thema war bei 1860 in der Vergangenheit immer ein Problem.
      Ummm, ja. Würde ich auch so sagen. Siehe Vittor P.


      Ich werde mich, was den Trainer angeht, nicht einmischen. Der Verein hat die letzten Jahre 50+1 mehrmals eingesetzt, was mich dazu bringt, dass ich mich da raushalte.
      Weshalb gibst Du dann dieses sinnlose Interview?


      Ja, ich vermisse den Respekt, ich kenne keinen anderen Geldgeber, mit dem so umgegangen wurde. Es ist nicht nur, dass man meine Unterstützung bekämpft hat. Es sind die Beleidigungen, der fehlende Respekt.
      Robert Reisinger ist ein Rassist.


      Ich werde weiter alles dafür tun, dass 1860 eines Tages auf der Ebene von Bayern oder Dortmund steht.

      Ach komm jetzt, wach endlich auf Onkel.

      Ich bekomme täglich Angebote, aber meine Anteile sind unverkäuflich. Wenn mir jemand etwas bieten sollte, dann muss es ein Angebot sein, dass dem Verein auch eine Perspektive gibt. Und so ein Angebot gab es bislang noch nicht.

      Also > 70 Mio um Deinen Verlust zu decken. Selber schuld, wer ohne Sinn und Verstand in so ein Konstrukt investiert.

      Die Zügel hält eigentlich nicht das Präsidium oder der Verwaltungsrat in der Hand, sondern PRO1860 und die Ultras.
      Really???? Reaaaaallllllllllllllyyyyyyyyy???

      Ich muss jetzt aufhören.....hab besseres zu tun.
    • BR wrote:


      Vischer: Welche Konsequenzensehen Sie für den Verein? Schließlich war Bierofka dieIdentifikationsfigur von 1860.
      Ismaik: Es wird mitSicherheit negative Auswirkungen haben - das Trainer-Thema war bei1860 in der Vergangenheit immer ein Problem. Jetzt nachdem Danielleider gegangen ist, wird es wieder ein Problem sein, weil wir sehenmüssen, wer nach ihm die Mannschaft trainieren wird. Das wird meinesErachtens schwierig werden, aufgrund der aktuellen Lage bei 60. MitDaniel hatten wir vor allem eins: Stabilität. Die haben wir jetztnicht mehr und das wird auf jeden Fall ein Problem sein ... Das istdie Konsequenz.
      Vischer: Wer wird neuerLöwentrainer?
      Ismaik: Ich werde mich,was den Trainer angeht, nicht einmischen. Der Verein hat die letztenJahre 50+1 mehrmals eingesetzt, was mich dazu bringt, dass ich michda raushalte. Sie haben Daniel Bierofka vergrault. Jetzt müssen siedie Konsequenzen aus ihrem Handeln selbst ausbaden.
      "das Trainer-Thema war bei1860 in der Vergangenheit immer ein Problem."
      Oh ja! Denken wir nur an Vitor Pereira, der im Januar 2017 mit "We go to the top!" angetreten und anschließend abgestiegen ist.
      Oder Kosta Runjaic, der 2016 keine fünf Monate blieb.
      Seit Ihrem Engagement bei 1860 erleben Sie nun Ihren 15. Trainerwechsel...

      "MitDaniel hatten wir vor allem eins: Stabilität."
      Wie passt das zusammen mit Ihrer Aussage auf Facebook: "Ihr Leistungsnachweis, den sie gemeinsam mit dem Präsidium und dem Verwaltungsrat in den letzten 30 Monaten an den Tag gelegt haben, ist beschämend und dem Traditionsklub 1860 unwürdig." - gerade wenn wir sehen, dass es in den sechs Jahren zuvor durchschnittlich alles halbe Jahr einen Trainerwechsel gab und 1860 abgestiegen ist, unter Bierofka ud Reisinger allerdings ein Aufstioeg gelang?

      "Sie haben Daniel Bierofka vergrault."

      Ehrlich? Wie haben "sie" denn das gemacht?
    • BR wrote:

      Vischer: Vermissen Sie Respekt und Anerkennung von Seiten des Vereins? Sie haben immer behauptet, dass kein Geldgeber in der Bundesliga so schlecht behandelt wird, wie Sie?Ismaik: Ja, ich vermisse den Respekt, ich kenne keinen anderen Geldgeber, mit dem so umgegangen wurde. Es ist nicht nur, dass man meine Unterstützung bekämpft hat. Es sind die Beleidigungen, der fehlende Respekt. Alles was ich für 1860 gemacht habe - materiell oder emotional - das wird nicht honoriert und nicht mit dem nötigen Respekt begegnet. Aber ich muss eines klar stellen: Das gilt nicht für den ganzen Klub 1860 München. Es gibt auch wunderbare, treue Fans, die mir auch den Respekt zeigen und honorieren, was für den Verein getan wird. Diese Leute schätze ich sehr. Aber wir wissen - das kann man auch so deutlich ansprechen - das es bei 1860 München eine ganz spezielle Gruppe gibt: PRO1860 - die verfolgen eine Ideologie, eine Gesinnung, die nicht den sportlichen Erfolg beinhaltet, sondern eine ganz eigene Agenda, die nur ganz bestimmte Interessen verfolgt, die nicht unbedingt mit dem sportlichen Erfolg einhergeht. Die anderen Fans werden auch durch diese Organisation - man kann fast sagen - bedroht und daraus ergibt sich das Problem, dass wir die Fans, die wir jetzt als Rückhalt brauchen, nicht haben, weil sie sich nicht trauen. Ich kann aber sagen, dass diese Agenda, die PRO1860 verfolgt, vielleicht derzeit die bestimmende ist ... Aber die Zukunft wird zeigen, dass diese Leute auf dem falschen Weg sind. Diese Leute sind für so einen großartigen Verein wie den TSV 1860 eine Schande."
      "Alles was ich für 1860 gemacht habe - materiell oder emotional - das wird nicht honoriert und nicht mit dem nötigen Respekt begegnet."
      Dazu eine kurze Gegenfrage: Wie beurteilen Sie heute - unter dem Gesichtspunkt des Respekts - Ihre SMS ("4") an die SZ, während die Vereinsvertreter mit Ihren Anwälten verhandelten?

      "Es gibt auch wunderbare, treue Fans, die mir auch den Respekt zeigen und honorieren, was für den Verein getan wird. Diese Leute schätze ich sehr."

      Ah, gut zu wissen: Sie mögen also Menschen, wenn diese Ihnen Respekt zeigen und Sie honorieren. Kritische Personen dagegen sind Ihnen wohl nicht genehm.

      "Die anderen Fans werden auch durch diese Organisation - man kann fast sagen - bedroht und daraus ergibt sich das Problem, dass wir die Fans, die wir jetzt als Rückhalt brauchen, nicht haben, weil sie sich nicht trauen."

      Puh, gewagte These! Können Sie dies denn belegen? Wie sehen denn diese Bedrohungen aus?

      Und wie sehen Sie die Bedrohungen und Beleidigungen von Vereinsvertreter*innen in diversen Blogs, auf Facebook etc. Hier wurden mitunter auch Morddrohungen gegen den Präsidenten ausgesprochen; Beleidigungen sind an der Tagesordnung. Das ist für die gewählten Vereinsvertreter schon eine belastende Situation. Von wem, denken Sie, gehen diese heftigen Angriffe aus?

      "Diese Leute sind für so einen großartigen Verein wie den TSV 1860 eine Schande."

      Halten Sie es für richtig, Fans, die mitunter seit Jahrzehnten zu 1860 gehen, die Fußballabteilung seit Jahren finanziell unterstützt, die sich für eine Demokratisierung der Vereinsstrukturen eingesetzt hat, die viel Zeit und Energie für den Verein eingesetzt haben, als "Schande" zu bezeichen, nur weil diese eine andere Ideologie - um bei Ihren Worten zu bleiben - verfolgen als Sie? Haben Sie sich in der Bergangenheit mit diesen Personen auseinandergesetzt un unterhalten? Wissen Sie, was PRO1860 eigentlich macht?

      The post was edited 1 time, last by Calafati ().

    • An wen erinnert mich der nur?

      "Deutschland ist ein großartiges Land, mit der viertgrößten Wirtschaft der Welt, wir sind hier in Bayern, einem großartigen, wirtschaftlich starken Bundesland. Wir sind hier in München, einer großartigen Stadt, einer Weltstadt und 1860 verdient es, umgeben mit all diesen positiven Faktoren Erfolg zu haben. Ich werde weiter alles dafür tun, dass 1860 eines Tages auf der Ebene von Bayern oder Dortmund steht. Warum ist es nicht erlaubt zu träumen, auch mal international zu spielen. Zum Beispiel gegen Liverpool. Das ist das was, der TSV 1860 München verdient."


      ... ah genau, great, so great. "Make eighteensixty great again!"
    • Die Themen, über die er spricht sind aktuell nicht von Bedeutung.

      Reisinger ist die nächsten 3 Jahre Präsident.

      Das Grünwalder Stadion wird ausgebaut.

      Niemand von Pro1860 oder den Ultras wird aus unserem Verein austreten.

      Also die Aussagen, die im Interview gemacht wurden, kann man eigentlich nur ignorieren.
      *** Das Münchener Löwentrio * seit 1996 ***
    • BR wrote:


      Vischer: Gibt es für Sieeinen Punkt, wo Sie für sich sagen: Unter diesem Umständen ist eineWeiterentwicklung des Vereins nicht möglich, ein weiteres Engagementmacht keinen Sinn mehr?


      Ismaik: Aufgeben gibt esbei mir nicht - aufgeben werden eher die Leute, die nicht am Erfolgdes Profi-Fußballs bei 1860 München interessiert sind. Ich habe dasschon in der Vergangenheit gesagt: Deutschland ist ein großartigesLand, mit der viertgrößten Wirtschaft der Welt, wir sind hier inBayern, einem großartigen, wirtschaftlich starken Bundesland. Wirsind hier in München, einer großartigen Stadt, einer Weltstadt und1860 verdient es, umgeben mit all diesen positiven Faktoren Erfolg zuhaben. Ich werde weiter alles dafür tun, dass 1860 eines Tages aufder Ebene von Bayern oder Dortmund steht. Warum ist es nicht erlaubtzu träumen, auch mal international zu spielen. Zum Beispiel gegenLiverpool. Das ist das was, der TSV 1860 München verdient.
      "Wirsind hier in München, einer großartigen Stadt, einer Weltstadt"

      Sie selbst sind aber nicht oft in dieser großartigen Stadt.....?

      "Ich werde weiter alles dafür tun, dass 1860 eines Tages aufder Ebene von Bayern oder Dortmund steht."
      Warum haben Sie denn in den letzten Jahren nichts dafür getan? Bislang ist Ihre Bilanz ja eher negativ...


      "Warum ist es nicht erlaubtzu träumen, auch mal international zu spielen."

      Den Traum haben wohl die meisten Löwenfans - nur wie realistisch ist dieser für die kommenden Jahre? Die KGaA ist hoch verschuldet, und ohne Fremdkapital ist de Chance, sich von diesen Schulden in absehbarer Zeit zu befreien, sehr gering. Dazu kommen die jährlichen Zinszahlungen an Ihre HAM Ltd.
      Eine Kapitalerhöhung un den Einstieg eines weiteren Aktionärs sollen Sie ja abgelehnt haben; auch halten Sie sich finanziell in letzter Zeit stark zurück.
      Wie könnte denn Ihrer Meinung nach der Traum in Erfüllung gehen?
    • BR wrote:


      ischer: Es gibt offensichtlich zwei Lager beim TSV 1860: Die einen möchten langsame, kontinuierliche finanzielle Konsolidierung in der 3. Liga oder auch in der 4. Liga - dies hat auch Präsident Robert Reisinger bei uns in der Sendung Blickpunkt Sport geäußert – Sie und viele Fans würden gerne in die 2. oder gar 1. Liga aufsteigen. Diese innere Zerrissenheit im Verein – ist da ein konstruktives Miteinander überhaupt möglich?
      Ismaik: Das ganze ist eine komplexe Situation und ich nehme hier jetzt auch kein Blatt vor dem Mund. Die Zügel hält eigentlich nicht das Präsidium oder der Verwaltungsrat in der Hand, sondern PRO1860 und die Ultras. Die haben ihren eigenen Plan und ihre eigene Ideologie, die sie durchsetzen und umsetzen. Ich muss sagen, ich habe eigentlich Mitleid mit Präsident Reisinger. Es ist bekannt und wurde auch an mich herangetragen worden, dass beispielsweise bei der Mitgliederversammlung Fans und Mitglieder die gegen PRO1860 und die Ultras sind, eingeschüchtert wurden, bedroht und eingeschüchtert wurden und viele erst gar nicht zur Mitgliederversammlung gegangen sind. Davor darf man die Augen nicht verschließen: die Entscheidungsgewalt liegt nicht beim Präsidium und den Gremien, die Entscheidungsgewalt liegt bei diesen Gruppierungen. Es ist eine kleine Gruppe, die aber wirksam vorgeht.
      Das ist wie gesagt, eine komplexe Situation - und die zwei Lager, die Sie ansprechen, die gibt es so eigentlich nicht, weil die Entscheidungsgewalt liegt gar nicht beim Präsidium, sondern die Entscheidungsgewalt liegt irgendwo hinter den Kulissen. Damit bin ich auch beim Thema 50+1. Wir müssen diese Regel akzeptieren, aber dennoch möchte ich diese Regelung anprangern, denn dies befähigt diese Leute den Verein komplett zu kontrollieren, eine eigene Agenda und Ideologie durchzusetzen.
      "Vischer: Es gibt offensichtlich zwei Lager beim TSV 1860: Die einen möchten langsame, kontinuierliche finanzielle Konsolidierung in der 3. Liga oder auch in der 4. Liga - dies hat auch Präsident Robert Reisinger bei uns in der Sendung Blickpunkt Sport geäußert – Sie und viele Fans würden gerne in die 2. oder gar 1. Liga aufsteigen"

      Moment - wie kommen Sie denn darauf? Nur weil das ein Blog permanent propagiert? Tatsächlich ist das ein Quatsch; wenn Sie sich einmal in der Fanlanschaft umhören, werden Sie sehr viele verschiedene Meinungen und Ansichten wahrnehmen.

      "Die Zügel hält eigentlich nicht das Präsidium oder der Verwaltungsrat in der Hand, sondern PRO1860 und die Ultras. Die haben ihren eigenen Plan und ihre eigene Ideologie, die sie durchsetzen und umsetzen."

      Das ist sehr interessant! Woher haben Sie denn die exklusiven Informationen? Seitens PRO1860 wird das ja bestritten

      "Es ist bekannt und wurde auch an mich herangetragen worden, dass beispielsweise bei der Mitgliederversammlung Fans und Mitglieder die gegen PRO1860 und die Ultras sind, eingeschüchtert wurden, bedroht und eingeschüchtert wurden und viele erst gar nicht zur Mitgliederversammlung gegangen sind."

      Tatsächlich? issen Sie, ob der Ehrenrat hier etwas unternommen hat? Bei solchen heftigen Vorfällen müsste es ja entsprecende Sanktionen gegeben haben...
      Im Übrigen gibt es auch Berichte, dass Mitglieder von PRO1860 und Vereinsvertreter bedroht, beschimpft und beleidigt wurden.

      "Wir müssen diese Regel akzeptieren, aber dennoch möchte ich diese Regelung anprangern, denn dies befähigt diese Leute den Verein komplett zu kontrollieren, eine eigene Agenda und Ideologie durchzusetzen."
      Das klingt ja wirklich sehr komplex und ist für den einfachen Fan, der sich vereinspolitisch engagiert nicht nachzuvollziehen. Könnten Sie dies frendlicfherweise erklären?

    • BR wrote:


      Hasan Ismaik: Für mich ist diese Regel eherdiktatorisch, als demokratisch und dient in keinster Weise - wieimmer behauptet - dazu, die Tradition zu schützen. Diese Regel wirdschlichtweg ausgenutzt. Ich wundere mich dahingehend immer über zweiDinge: Zum einen wird hier darüber diskutiert, dass 50+1 vor allemdie Tradition und die Traditionsvereine schützen soll. Im Gegenzugwird aber überhaupt nicht erwähnt, dass überall in Europa beianderen Traditionsvereinen in Italien, Spanien, England Investoreneinsteigen und der Verlust der Tradition überhaupt kein Thema ist.
      Die Tradition lebt weiter indiesen Vereinen, man profitiert ja auch davon! In Deutschland dagegensieht man diese Regel nur vor dem Hintergrund, die Vereine vorInvestoren zu schützen, um die Tradition zu wahren. Aber manverschließt die Augen davor, dass der deutsche Fußball imeuropäischen Vergleich an Wert verliert. Jedes Jahr wird es selbstfür den FC Bayern schwieriger, im Konzert der Großen mitzuhaltenund die Top-Spieler nach München zu holen. Das gilt nicht nur fürden FC Bayern, auch andere haben diese Probleme, aber ich erwähneBayern, weil sie eigentlich der wirtschaftlich stärkste Verein inDeutschland sind und trotzdem kaum mehr mithalten können. Vor dieserRealität verschließt man die Augen, nennt die Dinge nicht beimNamen. Die Vereine werden durch 50+1 unterwandert, weil diese Regelausgenutzt wird. Ich habe mehrere Male dazu aufgerufen, dahingehendeine Diskussion zu führen - aber wieso drückt man sich davor.
      Wieso nimmt man es in Kauf, dassder deutsche Fußball mittelfristig an Stellenwert verlieren wird?Obwohl das Potenzial da wäre, beispielsweise die Spitzenposition derBriten nach dem Brexit einzunehmen - wieso stellt man sich nicht denFakten und diskutiert darüber? Die Begründung, dass 50+1 bleibenmuss, um Tradition, Verein und Fans zu schützen ist eigentlichfalsch. Als Investor kommt man doch nicht nur, um schnelles Geld zumachen. Es sind die Fans, die Stadt, die Umgebung, das Umfeld - würdeein Investor daran etwas ändern, würde er doch sofort verlieren.Das sind doch die Assets, der Grund, um bei einem Verein einzusteigen- das heißt im Umkehrschluss, nur mit dem Verein, mit seinerGeschichte, mit seiner Anhängerschaft, mit seiner Tradition kann einInvestor erfolgreich sein. Ohne das ist das nicht möglich, das istdoch die Garantie für die Tradition.
      "Für mich ist diese Regel eherdiktatorisch, als demokratisch"

      Äh - Moment: Können Sie das erklären? Durch die 50+1-Regel wird doch festgelegt, dass ein e.V. die letzte Entscheidung in einem Fußballunternehmen treffen kann. Das Vereinsrecht sieht - größtenteils zumindest - demokratische Strukturen in Vereinen vor. Wie kommen Sie nun auf Diktatur? Was verstehen Sie darunter?

      "Im Gegenzugwird aber überhaupt nicht erwähnt, dass überall in Europa beianderen Traditionsvereinen in Italien, Spanien, England Investoreneinsteigen und der Verlust der Tradition überhaupt kein Thema ist."
      Entschuldigen sie, aber was für Medien lesen Sie denn? Wenn Sie mal einen Blick in die einschlägigen Fußballzwitschriften und -Magazine werfen würden, würden Sie sehen, wie sehr das Thema diskutiert wird. Oder besuchen Sie mal die Fußballspiele selbst und reden mit den Fans! Dann werden Sie sehr schnell vom Gegenteil überzeugt...

      "Jedes Jahr wird es selbstfür den FC Bayern schwieriger, im Konzert der Großen mitzuhalten"
      Ganz ehrlich: Das geht uns am A... vorbei!


      "Ich habe mehrere Male dazu aufgerufen, dahingehendeine Diskussion zu führen - aber wieso drückt man sich davor."
      Entschuldigung, aber darüber wurde und wird sehr viel diskutiert! Vielleicht sprechen Sie nur mit den falschen Menschen...


      "Obwohl das Potenzial da wäre, beispielsweise die Spitzenposition derBriten nach dem Brexit einzunehmen..."
      Ach, der Brexit... Noch so ein Luftschlosss...

      "Es sind die Fans, die Stadt, die Umgebung, das Umfeld - würdeein Investor daran etwas ändern, würde er doch sofort verlieren.Das sind doch die Assets, der Grund, um bei einem Verein einzusteigen- das heißt im Umkehrschluss, nur mit dem Verein, mit seinerGeschichte, mit seiner Anhängerschaft, mit seiner Tradition kann einInvestor erfolgreich sein."
      Und trotzdem bezeichnen Sie langjährige Löwenfans als "Schande" und wollen Sie loswerden? Und trotzdem wollen Sie, dass 1860 in ein neues Stadion zieht, das zunächst noch gebaut werden muss und die Stadt verändern wird? Besteht hier nicht ein Widerspruch?
    • BR wrote:


      DominikVischer: Ist die Klagegegen die 50+1-Regel vom Tisch? Oder lassen Sie sich dieseMöglichkeit noch offen?
      Hasan Ismaik: "50+1ist ein sehr komplexes Thema. Ich habe in vorherigen Interviews einenAppell an die Entscheidungsträger in Deutschland gerichtet. Wenn ichkurz zusammen fassen darf: Die 50 +1-Regel gibt es momentan und manmuss sie respektieren. Dennoch ist die Auslegung dieser Regelungschädigend.
      Der zweite Punkt ist: Wir habenes hier mit verschiedenen Institutionen zu tun. Der e.V. alsMutterverein müsste einer Klage gegen die 50+1-Regelung zustimmen,wenn man gegen die Regelung vorgehen möchte. Da spielt auch dasKartellamt eine Rolle. Das heißt aber, dass mir und anderenInvestoren der Zugang zu einer Klage gegen 50+1 verwehrt ist. Ichhabe mit der Beschwerde gegenüber den zuständigen Institutionen zumAusdruck gebracht, dass die Regelung in ihrer derzeitigen Auslegungschädigend ist und wir Investoren dadurch Millionen verlieren.
      Die Klage kann nur zugelassenwerden, wenn der Mutterverein zustimmt. Dies liegt leider nicht inmeiner Hand. Es bliebe noch der Gang zum Kartellamt, was aber sehrverzwickt ist - unterm Strich bleibt mir und anderen Investoren derZugang zu einer Klage verwehrt, weil uns durch das Nein der Vereinedie Hände gebunden sind.
      Wir treten da auf der Stelle. Esgäbe die Möglichkeit an den Europäischen Gerichtshof zu gehen, aufzivilrechtlicher Ebene. Aber dieser Weg ist zu lang. Eine andereMöglichkeit ist, den Druck medial aufzubauen, um das in Gang zubringen. Am Ende des Tages muss man aber überlegen, ob es für denKlub, die Mannschaft und alle Beteiligten förderlich ist.
      Ich habe in diversen Interviewsschon einen Appell an die entscheidenden Institutionen gerichtet undwürde gerne auch über Ihr Medium nochmal diesen Appell an dieEntscheidungsträger richten, eine Diskussion über die 50+1-Regel soschnell als möglich zu führen. Man muss einen Weg finden, der fürdie Vereine, die Fans UND die Investoren von Nutzen ist, denn alleanderen Wege würden bedeuten, dass nicht nur ich, sondern auch vieleandere Investoren gehen müssten. Warum wählt man nicht diesenkürzeren Weg und redet darüber, wie man dieses Problem lösen kann.
      Ich würde gerne meinen Appellwiederholen: Deutschland ist ein demokratisches Land, eine dergroßartigsten Demokratien weltweit. Deutschland bezieht immerStellung, wenn es gegen Monopolstellungen geht und geht auch dagegenvor. Es gibt das deutsche Kartellamt, das Europäische Kartellamt ...ich verstehe, dass Fußball Leidenschaft ist, dass die Fans dieseLeidenschaft leben und es ihnen zuallererst um den Sport geht.
      Man darf aber auch nichtvergessen, dass Fußball auch ein Geschäft bzw. Wirtschaft ist.Fußball ist auch von gesellschaftlichem Interesse. Mein Appell andie Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft: Warum lähmen wirdiese Leidenschaft und unsere wirtschaftlichen Interessen, wenn wiruns immer wieder vor dieser Diskussion drücken. Warum werden dieseDinge nicht besprochen? Warum kommt man nicht mit Lösungsansätzen?Warum wird dieses Thema verschwiegen und in die Länge gezogen? DieseSituation schadet den deutschen Vereinen hinsichtlich derKonkurrenzfähigkeit und das schadet auch der Leidenschaft für denFußball. Dieses Problem muss man so schnell als möglich anpacken.
      "Am Ende des Tages muss man aber überlegen, ob es für denKlub, die Mannschaft und alle Beteiligten förderlich ist."

      Haben Sie das schon überlegt? Und wenn ja: Zu welchem Schuss sind Sie gekommen?

      "Ich habe in diversen Interviewsschon einen Appell an die entscheidenden Institutionen gerichtet undwürde gerne auch über Ihr Medium nochmal diesen Appell an dieEntscheidungsträger richten, eine Diskussion über die 50+1-Regel soschnell als möglich zu führen."

      Wäre es nicht sinnvoller anstelle dieser Appelle Gespräche selbst zu initiieren? Die Kontaktdaten der Entscheidungsträger sollten doch zu finden sein...
    • BR wrote:


      Vischer: Nun zu den Gerüchten mit der Insolvenz ...
      Ismaik: Diese von PRO1860 vertreten Ideologie gab es schon vor meinem Einsteigen bei 1860. Ich gebe Ihnen dazu ein Beispiel und ich komme gleich auf die "geordnete Insolvenz". Mich loszuwerden war schon bei der Entscheidungsfindung, ob man die Anteile an mich verkauft oder nicht, in Planung. Am Anfang wusste ich das nicht, was genau sich hinter den Kulissen da abspielt.
      Ich habe mich schon 2011 bei meinem Einstieg gewundert, dass ich VOR der Zahlung zur Rettung von 1860 willkommen war, alles hat gestimmt, alle waren euphorisch, was mir auch sehr gefallen hat. Aber direkt nachdem das Geld bezahlt war, fing das Ganze an. Es ging los, mit Beleidigungen, mit Konfrontationen. Ich habe das am Anfang gar nicht verstanden. Nach und nach habe ich aber ein System dahinter erkannt.
      Die Insolvenz ist meines Erachtens ein Schreckgespenst, das man her nimmt,um die Fans zu verängstigen und zu verunsichern, um die Mannschaft zu schwächen und zu demoralisieren und das Thema kam immer zu sehr sensiblen Zeitpunkten auf's Tablett. Ich sehe das so: Eine Insolvenz kann nur passieren, wenn ich 1860 nicht mehr unterstütze, wenn ich meine Hilfe entziehe und das wird nicht der Fall sein.
      Ich sage Ihnen noch eine andere Sache: Ich habe das Gefühl, dass das Thema mit der Insolvenz und der Demoralisierung der Mannschaft dazu dient, die Agenda von PRO1860 zu befördern. Es ist doch so: Je tiefer wir spielen, um so sicherer fühlen sie sich. Deswegen steht ein Aufstieg gar nicht auf dieser Agenda und eine Insolvenz würde ihnen Sicherheit geben.
      Vischer: "Nun zu den Gerüchten mit der Insolvenz ..."
      Gerüchte?

      "Diese von PRO1860 vertreten Ideologie gab es schon vor meinem Einsteigen bei 1860."
      Was hat eine Insolvenz mit Ideologie zu tun? Entweder es bestehen die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine Insolvenz - oder eben nicht. Dafür gibt es klare Kriterien, die vollkommen ideologiefrei sind.


      "Die Insolvenz ist meines Erachtens ein Schreckgespenst, das man her nimmt,um die Fans zu verängstigen und zu verunsichern, um die Mannschaft zu schwächen und zu demoralisieren und das Thema kam immer zu sehr sensiblen Zeitpunkten auf's Tablett."
      Sind die Fortführungsprognosen dann Ihrer Meinung nach Fake? Würden Sie also behaupten, Geschäftsführer Fauser hat 2017/2018 absichtlich falsche Zahlen und Berechnungen erstellt? Haben Sie das nachprüfen lassen?



      "Eine Insolvenz kann nur passieren, wenn ich 1860 nicht mehr unterstütze, wenn ich meine Hilfe entziehe und das wird nicht der Fall sein."
      Dann sind wir ja beruhigt.

      "Ich sage Ihnen noch eine andere Sache: Ich habe das Gefühl, dass das Thema mit der Insolvenz und der Demoralisierung der Mannschaft dazu dient, die Agenda von PRO1860 zu befördern. Es ist doch so: Je tiefer wir spielen, um so sicherer fühlen sie sich. Deswegen steht ein Aufstieg gar nicht auf dieser Agenda und eine Insolvenz würde ihnen Sicherheit geben."

      Na, Sie sind aber ein ganz schöner Fuchs, wenn Sie dies durchschauen! Chapeau!
    • BR wrote:


      Vischer: GeschäftsführerGünther Gorenzel hat gesagt, dass es – Stand jetzt – mit einemausgeglichenen Etat 2020/2021 nicht funktionieren wird und der TSV1860 München weiter Schulden aufbauen wird. Wie ist die finanzielleMisere in den Griff bekommen?
      Ismaik: Durch eineKapitalerhöhung. Das wäre möglich. Aber bevor ich dazu etwas sage,möchte ich eine Botschaft an PRO1860 und an Teile der Ultrasschicken, einen Appell: Die Argumentation für Euren Kurs beruhtimmer auf der Grundlage der Wahrung der Tradition, der Schutz dieserTradition.
      Wenn Euch wirklich was an dieserTradition gelegen ist, dann lasst es sein, verlasst den Verein, weileines versichere ich euch: Eines Tages wird der Tag kommen, wo ihrdas Ruder nicht mehr in der Hand habt ... nur das bis dahin dergroßartige Verein TSV 1860 München enormen Schaden genommen hat.
      Wenn euch also wirklich was andiesem Verein liegt, dann lasst es sein, geht einfach ... lasst denVerein sich entwickeln, ohne diese Ideologie, ohne diese Agenda. Sowürdet ihr dafür sorgen, dass dem Verein nicht noch mehr Schadenentsteht.
      Das ist ein ehrliches Wort aneuch. Was wir wollen ist, dass 1860 sich entwickelt, gesundet und wireines Tages wieder feiern können. Ich sage es nochmal: In so einergroßartigen Stadt, in so einer wirtschaftlich starken Stadt, mitseinen Anhängern ist das Potential riesig. Wir müssen verhindern,dass mehr Schaden entsteht.
      "Die Argumentation für Euren Kurs beruhtimmer auf der Grundlage der Wahrung der Tradition, der Schutz dieserTradition."

      Ist das so? Oder ist es nicht eher so, dass jeder Fan ein bestimmtes Bild von seinem Verein hat und sich dafür einsetzt, dass dieses erhalten bleibt? Und da wir ja - wie Sie orhin schön festgestellt haben - in einer Demokratie leben - entscheidet die Mehrheit über den Kurs.


      "Wenn Euch wirklich was an dieserTradition gelegen ist, dann lasst es sein, verlasst den Verein, weileines versichere ich euch: Eines Tages wird der Tag kommen, wo ihrdas Ruder nicht mehr in der Hand habt ... nur das bis dahin dergroßartige Verein TSV 1860 München enormen Schaden genommen hat."
      Das ist aber doch ziemlich aus der Luft gegriffen... Und warum sollten die Ultras nicht für ihre Ziele kämpfen dürfen? Und wieso soll dieser Kampf 1860 schaden? Nur weil die Ultras eine andere Meinung haben? Weil diese sich den Verein anders vorstellen als Sie? Mit Verlaub: Wer besucht denn wöchentlich die Spiele von 1860? Wer ist in den Abetilungen aktiv? Wer prägt denn das Bild des Vereins, wer lebt denn den Verein? Sie oder "die Ultras"?

      "Wir müssen verhindern,dass mehr Schaden entsteht."
      Dann sollten Sie anfangen und sich mit den Personen im Verein direkt auseinandersetzen - anstatt in der Öffentlichkeit unbelegte Behauptungen aufzustellen, dem Präsidium unbegründet Rassimus zu unterstellen und die Stimmung immer weiter anheizen. DAS nämlich schadet dem Verein enorm.

    • BR wrote:


      Vischer: Gibt es für Sieauch die Möglichkeit einer direkten Konfrontation mit den Vertreternvon PRO1860? Ist ein Gespräch möglich?
      Ismaik: Selbstverständlich.Dieser Einladung werden sie aber nicht folgen. Durch Ihr Medium,durch Ihre Kamera spreche ich nochmal eine Einladung aus, sich direktauszutauschen, direkt darüber zu reden, wie man das eigentlichzusammen macht ... aber ich vermute, dieser Einladung werden sienicht folgen. Sie werden der Einladung nicht folgen, weil sie sichimmer gerne im Verborgenen aufhalten ... aber da zeigt sich, dassdiejenigen die sich nur im Verborgenen aufhalten einfach keinen Muthaben.
      "Durch Ihr Medium,durch Ihre Kamera spreche ich nochmal eine Einladung aus, sich direktauszutauschen, direkt darüber zu reden, wie man das eigentlichzusammen macht ... aber ich vermute, dieser Einladung werden sienicht folgen. Sie werden der Einladung nicht folgen, weil sie sichimmer gerne im Verborgenen aufhalten ... aber da zeigt sich, dassdiejenigen die sich nur im Verborgenen aufhalten einfach keinen Muthaben."
      Warum nehmen Sie nicht einfach - wie das gang und gäbe ist - direkt mit dem Vorstand von PRO1860 Kontakt auf? Da Sie ja in Facebook versiert sind, reicht dazu eine einfache PN... Muss es immer auf dem öffentlichen Weg geschehen? Was sind Ihre Motive für dieses Vorgehen? Im Übrigen lädt PRO1860 monatlich zu einem offenen Stammtisch ein, jährlich gibt es ein Sommerfest Warum haben Sie diese Möglichkeiten bislang nicht genutzt? Ihr Cousin Noor Basha hat sogar einmal bei einem der Feste mitgegrillt.
      Wie kommen Sie darauf, dass PRO1860 im Verborgenen agiert? Alle Vorstandsmitglieder sind namentlich bekannt, größtenteils seit vielen Jahren schon aktiv. Auch bei allen Mitgliederversammlungen sind die Leute anwesend.
      Sind es nicht viel mehr Sie selbst, der seit Jahren nicht mehr bei Veranstaltungen des TSV 1860 zu sehen war? Haben Sie etwas zu verbergen, wenn Sie sich im Hotel verschanzen und nicht den Kontakt zu den Fans und den Verantwortlichen bei 1860 suchen?
    • BR wrote:


      Hasan Ismaik: Ich fordere Euch auf, gerne mitmir zu reden, mich von Eurem Kurs zu überzeugen ... gerne kann zudiesem Gespräch auch ein Vermittler dazu kommen. Man muss denanderen von seinem Kurs überzeugen können. Sich immer imVerborgenen aufzuhalten ist feige. Sie sollen nach vorne treten, siesollen sich klar positionieren ... was sie momentan gemacht habenist, andere Fans, Funktionäre, Angestellte des Vereinseinzuschüchtern und zu bedrohen, um so ihre Politik zu machen.
      Aber was sie bislang nichtgemacht haben, ist sich zu zeigen, zu sagen - das sind wir und dafürstehen wir und wir sind darüber bereit darüber zu diskutieren undwollen euch davon überzeugen, dass dieser Kurs der richtige ist. Ichrichte die Einladung nochmal an die Personen von PRO1860: Zeigt Euch,kommt nach vorne und zeigt auch Euren Anhängern, dass ihr mutigseid, dass Ihr nicht nur im Verborgenen agiert, sondern für EureSache einstehen könnt in aller Öffentlichkeit.
      "Man muss denanderen von seinem Kurs überzeugen können."

      Äh - warum? Unsere Gesellschaft lebt von Pluralität. Auch unterschiedliche Meinungen müssen nebeneinander bestehen können.


      "Aber was sie bislang nichtgemacht haben, ist sich zu zeigen, zu sagen - das sind wir und dafürstehen wir und wir sind darüber bereit darüber zu diskutieren undwollen euch davon überzeugen, dass dieser Kurs der richtige ist."
      Das ist schlichtweg falsch: Es gibt jährlich eine Mitgliederversammlung, bei der genau darüber gesprochen wird. Und an diesen Mitgliederversammlungen durften in der Vergangenheit auch stets Nichtmitglieder als Bescher teilnehmen.
      Es bleibt die Frage, warum Sie PRO1860 als eine Art Geheimbund darstellen? Wissen Sie es einfach nicht besser oder ist das Taktik?
    • BR wrote:


      Vischer: Das GrünwalderStadion soll umgebaut werden. Als Ausweichspielstätte stehenUnterhaching und das Olympiastadion im Raum, ein neues Stadion wurdeimmer mal wieder ins Spiel gebracht. Was wäre Ihr Wunsch?
      Ismaik: Bei allem Respektfür die Sehnsüchte und die Leidenschaft in Bezug auf das GrünwalderStadion - ich kann die Leidenschaft verstehen, ich kann auch dieBereitschaft für einen Umbau verstehen. Aber ich kann für michsagen: Ein Umbau des Grünwalder Stadions ist in jeglicher Sichtsinnlos. Es macht keinen Sinn. Nicht für 1860 aus wirtschaftlicherSicht, nicht für die Fans, nicht für die Stadt, nicht für dieMünchner. Eine Summe von 30 Millionen Euro für den Umbau, die kannman viel besser für ein eigenes Stadion verwenden.
      1860 braucht ein eigenes Stadionfür sich. Wir haben jetzt und auch in der Vergangenheit - wenn dersportliche Erfolg da ist - ein Potential von 50 - 60.000 Zuschauer.Die Rettung von 1860 kann nur durch ein neues, eigenes Stadiongeschafft werden. Diese 30 Millionen Euro - wenn sie von denMünchnern befürwortet werden - kann man viel besser für eineigenes Grundstück, ein neues Stadion verwenden. Das ist die einzigeund endgültige Lösung für 1860 München.
      Ich möchte an dieser Stelle zweiSachen sagen: Wenn wir es nicht schaffen, 1860 ein eigenes Stadion,ein Gesicht zu geben, dass auch die notwendige Kapazität hat, dasauch wirtschaftlich Sinn macht, dann gibt es keine Lösung für 1860München. 1860 ist nicht nur ein Verein, es sind die Anhänger, esist ein Wahrzeichen von München ... und wenn das nicht beschütztund bewahrt wird, dann verliert auch München, einen Teil seinerGeschichte und seiner Identität. Kulturell und auch wirtschaftlich.
      "Eine Summe von 30 Millionen Euro für den Umbau, die kannman viel besser für ein eigenes Stadion verwenden."

      Aber Sie wissen schon, dass die 30 Millionen Euro die Stadt zahlt und nicht der Verein? Und dass der Verein keine 30 Millionen Euro hat um ein eigenes Stadion zu bauen?


      "Wenn wir es nicht schaffen, 1860 ein eigenes Stadion,ein Gesicht zu geben, dass auch die notwendige Kapazität hat, dasauch wirtschaftlich Sinn macht, dann gibt es keine Lösung für 1860München."

      Dann sieht es aber düster aus: 1860 hat nicht nur kein Geld, sondern ist hichverschuldet - wie soll der Verein da ein eigens Stadion bauen?
    • BR wrote:

      Vischer: Wenn aus diesenPlänen hervorgeht, dass Riem nicht der richtige Standort wäre, gibtes denn eine andere Fläche?
      Ismaik: Zu diesemZeitpunkt gibt es keine Alternative. Die Gespräche sind hier stehengeblieben. Sicherlich müsste man auch bei einem anderen Standortviel Aufwand betreiben und momentan gibt es kein anderes,alternatives Grundstück.
      Äh - und trotzdem sprechen Sie noch von einem eigenen Stadion? Finde den Fehler...